• 09.02.2012, 10:28:57
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AK Tumpel: "Beschäftigte der Energieversorger verdienen einen fairen Anteil am Betriebserfolg"

AK Analyse zeigt: Die Landesenergieversorger konnten ihre Gewinne aus den Kerngeschäften um ein Drittel steigern. Auch der Verbund verdiente gut.

Wien (OTS) - Der Blick auf die Ertragslage, die Stabilität und die
Personalkennzahlen der österreichischen Energiewirtschaft zeigt: Die
Energieversorger konnten gute Ergebnisse erzielen. AK Präsident
Herbert Tumpel betont deshalb: "Den Unternehmen geht es gut, bei den
Ausschüttungen wird nicht gespart. Jetzt sollten die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter einen fairen und gerechten Anteil an den
Betriebserfolgen erhalten."

+ Gute Ergebnisse aus dem Kerngeschäft
Die Gewinne aus dem Kerngeschäft konnten 2010 fast um ein Drittel
(oder 124 Millionen Euro) auf 538 Millionen Euro gesteigert werden.
Das zeigt die Analyse der veröffentlichten Jahresabschlüsse von 13
regionalen und Landesenergieversorgern (BEWAG, Energie AG, KELAG,
KELAG Netz, Salzburg AG, STEWEAG-STEG, TIWAG, VKW, Wienstrom, Linz
Strom, Illwerke, EVN, EVN Netz).
Selbst der Verbund, der sein Ergebnis von 2009 nicht halten konnte,
weist mit einer EBIT-Quote (Anteil der betrieblichen Gewinne am
Umsatz) von 25,6 Prozent noch immer ein hervorragendes Ergebnis aus
dem Kerngeschäft auf.

+ Problematisch: Anteil für Personalaufwendungen wurde reduziert
Einen nicht unbeträchtliche Rolle spielte dabei offenbar die
Personalpolitik der Energieversorger: Der Anteil des Personalaufwand
an der Betriebsleistung verminderte sich bei den
Landesenergieversorgern 2010 gegenüber zum Vorjahr um 0,4
Prozentpunkte auf 10,6 Prozent. "Es ist bedenklich, wenn Unternehmen
Gewinne auf Kosten ihrer Belegschaft steigern. Diese Entwicklungen
sind nicht zu begrüßen", sagt Herbert Tumpel dazu: "Jetzt gilt aber:
Wenn die ArbeitnehmerInnen schon mehr Leistung erbringen mussten und
für die Unternehmen gute operative Ergebnisse erwirtschaftet haben,
dann sollten sie nun wenigstens auch an den Betriebserfolgen
teilhaben."

+ Hohe Stabilität, stabile Dividenden
Gleichzeitig wurden die Dividendenbeschlüsse der
Landesenergieversorger im Jahr 2011 - ausgehend von den Ergebnissen
2010 - erhöht. Die gesamte Branche kann hohe Eigenkapitalquoten und
durchgängig stabile Finanzierungsstrukturen aufweisen. Der
Eigenkapitalanteil stieg bei den Landesenergieversorgern im Jahr 2010
von 50,3% auf 51,2% und beim Verbund von 37,3% auf 44,5%. "Vor diesen
Hintergründen muss es auch möglich sein, die Kaufkraft der
Beschäftigten spürbar zu stärken", sagt Tumpel abschließend.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Martina Madner
Tel.: +43-1 501 65-2151
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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