OTS0170   8. Feb. 2012, 14:34

VSStÖ ad Töchterle: Ihre Maßnahmen sind ein weiterer Schritt in Richtung Hochschulmisere

Im News-Interview fordert Töchterle erneut Zugangsbeschränkungen, anstatt die Wurzel des Problems anzupacken


"Töchterle hat im News-Interview erneut gezeigt, wie zukunftsfeindlich seine Hochschulpolitik ist. Es gibt keine gerechten Zugangsbeschränkungen, egal wie sehr er sich diese auch wünschen mag. Der Vorschlag an jene Studienanfänger_innen, für die seiner Meinung nach - trotz Qualifikation - 'einfach kein Platz ist', zunächst ein anderes Studium als Zwischenlösung zu beginnen und erst im nächsten Jahr ins Wunschstudium zu starten ist mehr als skurril. Genau das erhöht doch die Drop-Out Quote im Zwischenstudium, obwohl Töchterle angeblich so viel daran liegt, diese zu senken. Gleichzeitig verschärft er damit die Problematik im Wunschstudium, wo im Folgejahr noch weniger Plätze für neue Studienanfänger_innen übrig sind", so Mirijam Müller, Bundesvorsitzende des Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ).

"Die Universitäten für schnelle Studierende und Absolvent_innen zu belohnen ist ein völlig verquerer Ansatz. Solange Studierende nicht ausreichend sozial abgesichert sind und über 60% arbeiten, um sich ihr Studium leisten zu können, werden sich die Studienzeiten weiter verlängern. Die Hauptverantwortung liegt also beim Minister, sich endlich für ein komplett reformiertes und sicheres Beihilfen- und Stipendiensystem einzusetzen", erklärt Müller weiter. "Dass Hochschulen vermehrt berufsbegleitende Studien, Lehrveranstaltungen am Abend und flexiblere Curricula anbieten, ist zwar wichtig, kann aber das Grundproblem nicht lösen."

"Töchterle fehlt offensichtlich der Blick für die Realität. Seine hochschulpolitischen Maßnahmen schießen völlig am Ziel vorbei. Es ist absurd Studienbedingungen verbessern zu wollen, indem man die Studierenden von den Hochschulen schmeißt. Es ist Zeit für Töchterle zu begreifen, dass kein Weg daran vorbeiführt den Hochschulsektor nachhaltig auszubauen. Bildung ist Zukunft, sie zu beschränken wäre fatal", so Müller abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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