• 08.02.2012, 12:44:53
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Industrie: Ökostromgesetz-Genehmigung durch Europäische Kommission zu begrüßen

IV-Vize-GS Koren: Transparenter Finanzierungsmechanismus - Technologien an Marktreife heranführen - Unternehmensstandort nicht weiter belasten

Wien (OTS/PdI) - "Als erfreulich" bezeichnete der
Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter
Koren, die heute, Mittwoch, von der Europäischen Kommission auf
Betreiben von Bundesminister Reinhold Mitterlehner erteilte
Genehmigung zur Novelle des Ökostromgesetzes. "Damit steht einer
raschen Umstellung des Finanzierungssystems auf einen pauschalierten
Zuschlag auf die Netztarife nichts mehr im Weg", so Koren. Die
Koppelung der Ökostromförderbeiträge an die Netztarife erlaube eine
exakte Ausweisung der Ökostromkosten für die Konsumenten auf der
Netzrechnung "und ist damit im Sinne aller heimischen Stromkunden
transparenter, einfacher und effizienter gestaltet. Risikoaufschläge
wegen Prognoseunsicherheiten seitens der Stromlieferanten werden
dadurch ausgeschlossen", betonte der IV-Vize-Generalsekretär.

"Die Industrie arbeitet seit Jahren für eine wirksame Begrenzung
der Ökostromkosten, die in vielen europäischen Ländern bereits
selbstverständlich ist. Das neue Finanzierungssystem bringt zwar
keinen absoluten Kostendeckel für die Industrie, aber leistet einen
Beitrag, um den Wettbewerbsnachteil der österreichischen
energieintensiven Betriebe abzufedern", so Koren. Umso mehr sei
jetzt darauf zu achten, den Standort für die Unternehmen nicht durch
weitere Zuschläge oder Steuererhöhungen auf den Faktor Energie zu
belasten. Die mit der Genehmigung ebenfalls wirksame Aufstockung der
jährlichen Fördermittel von 21 auf 50 Millionen Euro sei allerdings
aus Sicht der Industrie äußert großzügig ausgefallen. "Wir rechnen
dadurch mit einem Anstieg der jährlichen Kostenbelastungen für die
Stromkonsumenten bis 2015 auf mindestens 550 Millionen Euro. Dies
wird zum gewünschten Investitionsschub in der Ökostromtechnologie in
Österreich führen, stellt aber den Standort vor große finanzielle
Herausforderungen, während in anderen europäischen Ländern angesichts
der Kostenexplosion und zu erwartenden Technologiesprünge auf den
Weltmärkten die Förderungen deutlich zurückgeschraubt werden", so
Koren.

"Wir dürfen auch das eigentliche Ziel der Förderung, nämlich die
Heranführung dieser Technologien an die Marktreife, nicht aus den
Augen verlieren. Dafür ist eine stärkere Konzentration der
Erneuerbaren Energie auf die regionalen Stärken sowie mittelfristig
eine Harmonisierung der Förderungen auf europäischer Ebene
notwendig", so Koren.

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

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