• 08.02.2012, 12:28:01
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150 Einsätze pro Stunde - ÖAMTC-Pannenhilfe im Ausnahmezustand (Teil 2, + Fotos)

Im Februar bereits 15.139 Einsatzfahrten für ÖAMTC-Pannenfahrer

Wien (OTS) - Die Gelben Engel können sich derzeit österreichweit
nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Besonders im Osten haben die
Pannenfahrer des ÖAMTC alle Hände voll zu tun. Der Grund: Zur
Eiseskälte, die Österreich bereits seit Anfang Februar im Griff hat,
haben sich Schneefälle gesellt. Noch dazu haben in den östlichen
Bundesländern am Samstag die Semesterferien begonnen, was zu
zusätzlichem Pannenaufkommen geführt hat.

"Alle verfügbaren Mannschaften stehen momentan im Dauereinsatz",
berichtet Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Im Schnitt
rückt beispielsweise in Wien derzeit jeder Pannenfahrer 37 Mal pro
Tag aus. Das ist eine Verdreifachung gegenüber normalen Tagen." Im
gesamten Jänner wurden 25.524 Einsatzfahrten, davon in Wien 14.209,
in Niederösterreich 9.969 und im Burgenland 1.346 von der
ÖAMTC-Pannenhilfe durchgeführt. Im Februar wurden bereits nach einer
Woche 15.139 Einsätze gefahren, davon 7.352 in Wien, 6.754 in
Niederösterreich und 1.033 im Burgenland.

150 Einsätze pro Stunde - Wien und Wien-Umgebung als
einsatzstärkste Gebiete

Das einsatzstärkste Gebiet ist seit einigen Tagen der Großraum
Wien und Umgebung. Hier werden im Schnitt zwischen 1.400 und 1.700
Einsätze pro Tag gefahren. Zu Spitzenzeiten sind das allein in diesem
Einzugsgebiet rund 150 Einsätze pro Stunde. "Die Bereitschaftsdienste
wurden bereits vor einigen Wochen verstärkt. Dennoch bringt uns die
aktuelle Wetterlage an die Grenze unserer Kapazitäten. Mehr Einsätze
sind personaltechnisch nicht zu bewältigen", erklärt der
ÖAMTC-Experte. "Nicht einmal der schwere Wintereinbruch Ende Jänner
2005 hat so viele Einsätze notwendig gemacht."

Bereits Ende Jänner 2012 zeichnete sich in der ÖAMTC-Pannenhilfe
eine Verschärfung der Lage ab. "Ab 30. Jänner wurde es richtig kalt.
Bisheriger Höhepunkt für die Pannenfahrer war der 3. Februar",
schildert Samek. "Allein an diesem Tag hatten wir im Osten 2.773
Einsätze, davon rund 1.286 in Wien, 1.320 in Niederösterreich und 167
im Burgenland." Das ist eine Verdreifachung gegenüber normalen
Wintertagen.

Pannenursache Nummer eins: Schwache und alte Batterien

Die "Hitparade" der Pannenursachen wird von defekten und leeren
Batterien angeführt, 76 Prozent aller Einsätze werden deshalb
gefahren. Die eisige Kälte sorgt aber auch für andere Probleme. "Bei
Dieselfahrzeugen besteht bei niedrigen Temperaturen die Gefahr, dass
der Kraftstoff 'ausflockt'. Sieben Prozent der Einsatzfahrten gehen
darauf zurück", hält der Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe fest.
Zusätzlich müssen die Gelben Engel vermehrt wegen Problemen mit dem
Motormanagement und zugefrorenen Schlössern ausrücken.

Die Kälte macht aber nicht nur den Autos zu schaffen. Der ÖAMTC
rüstet daher auch die Lenker seiner Pannenfahrzeuge aus, um sich
gegen den klirrenden Frost zu schützen. "Unsere Pannenfahrer sind mit
moderner, winterfester Kleidung ausgestattet. Goretex-Jacken,
Thermo-Hosen, Winterstiefel, Hauben und Handschuhe halten die Gelben
Engel auch bei Minusgraden warm", erklärt der ÖAMTC-Experte. Und auch
für das leibliche Wohl ist gesorgt: Der Club versorgt seine Gelben
Engel ständig mit Kaffee, Tee, Wurstsemmeln und Kuchen.

(Forts.)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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