• 08.02.2012, 12:06:41
  • /
  • OTS0117 OTW0117

Karlheinz Töchterle im NEWS-Interview: "Es wird welche geben, für die einfach kein Platz da ist."

Der Wissenschaftsminister über seinen Hochschulplan

Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle erläutert
in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS Details seiner
Hochschulreformpläne, die zu Debatten mit Hochschülerschaft und Unis
führen werden. Zunächst bekennt sich der Minister zu
Studienplatzbeschränkungen. "Der Staat soll mitreden, wieviele
Studienplätze finanziert werden. Die Uni soll entscheiden, wie sie
die Leute auswählt. Ich wünsche mir, dass die Eingangsverfahren
prognosestark und gerecht sind. Man muss ehrlichsagen: Es wird immer
welche geben, die die Voraussetzungen erfüllen, aber für die einfach
kein Platz da ist. Aber so eine Entscheidung ist ja nicht für die
Ewigkeit. Man kann ein ähnliches Fach anfangen und später wechseln,
wenn man etwas unbedingt studieren will."

Knackpunkt in den Gesprächen mit Rektoren und Professoren wird
Töchterles Vorhaben, das Angebot der österreichischen Universitäten
zu durchforsten und aufeinander abzustimmen. Der Minister: "Man wird
bei kleinen Fächern mit den Unis überlegen, ob man alle Standorte
braucht. Wobei natürlich alle, die ein Studium begonnen haben, es
dort zu Ende führen können."

Weiters will der Minister das Tempo der Studierenden erhöhen. "Wir
wollen über die Leistungsvereinbarungen mit den Unis honorieren, wenn
Studierende, die weniger als acht ECTS-Punkte pro Semester machen,
aktiviert werden. Eine Maßnahme, die die Unis da setzen können, ist
Qualitätsverbesserung. Schlechte Qualität und der damit verbundene
Frust in Massenstudien ist ein Grund, warum nicht studiert wird.
Außerdem werden wir Unis finanziell belohnen, wenn sie mehr
AbsolventInnen haben. Das werden Studierende durch offensivere und
schnelle Prüfungs- und Abschlussgestaltung spüren. Als Minister, der
öffentliche Gelder verwaltet, muss ich dem Effizienzgedanken
huldigen, auch wenn er sich manchmal mit dem universitären Gedanken
beißt."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel