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OTS0110   8. Feb. 2012, 11:52

Bischof Küng erneuert Vorbehalte gegen Stupa-Bau in Gföhl

St. Pöltner Bischof "stört vor allem", dass Tourismusbelebung eines der Hauptargumente für beabsichtigten buddhistischen Bau ist


St. Pölten, 08.02.12 (KAP) Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat
seine Vorbehalte gegen den Bau eines buddhistischen Stupa in der
Walviertler Gemeinde Gföhl erneuert. "Was mich bei der ganzen Sache
vor allem stört, ist, dass eines der Hauptargumente die Hoffnung auf
Tourismusbelebung ist", sagte Küng in der jüngsten Ausgabe der St.
Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt". Das sei "ein sehr stark
materieller Schwerpunkt", dessen Erfolgsaussichten zweifelhaft
erscheinen, so der Bischof. Die Frage, warum in einer an Buddhisten
nicht gerade reichen Gegend der größte Stupa Europas gebaut werden
soll, bewege die meisten Diskussionsteilnehmer und auch ihn.

Schon in einem "Kurier"-Interview in der Adventzeit im Vorjahr hatte
Küng "Verwunderung" darüber geäußert. Kritik übte er daran, dass in
der Öffentlichkeit von dem Stupa als einem Welt-Friedens-Denkmal
geredet werde, während seinen Informationen zufolge aber ein
religiöses Zentrum von koreanischen Mönchen entstehen solle.
Mittlerweile "dürfte es allen Befürwortern wie Gegnern klar sein,
dass es sich nicht um ein reines Friedensdenkmal, sondern um einen
Tempel mit angebautem Kloster handelt", so Bischof Küng.

Wäre er gefragt worden, hätte er den Bau eines Stupa in Gföhl
"sicher nicht befürwortet", so der Bischof. Er sei kein Gegner des
Buddhismus und "respektiere jeden Andersdenkenden, auch wenn ich
nicht seiner Meinung bin". Der Bau aber scheine ihm "nicht gut
begründet".

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) rme/ssc/

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