- 08.02.2012, 11:52:05
- /
- OTS0109 OTW0109
Exklusiv: Neue Erkenntnisse im 'Fall Kührer'
CSI-Fahnder vermuten, dass Julia einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist
Wien (OTS) - Wie NEWS in seiner am kommenden Donnerstag
erscheinenden Ausgabe berichtet, liegen der Justiz seit kurzem
mehrere Gutachten vor, die darauf schließen lassen, "dass Julia
Kührer", wie Gerichtsmediziner Wolfgang Denk in einer
"zusammenfassenden Expertise" schreibt, "unter Berücksichtigung der
Begleitumstände und der minimalen Wahrscheinlichkeit eines
natürlichen Todes - einer Gewalttat zum Opfer gefallen" sein dürfte.
Ein Resümee, begründet auf den Analyseergebnissen mehrerer
Sachverständiger, die im Zuge umfangreicher Nachforschungen im Labor
und in dem Erdkeller in Dietmannsdorf (wo die sterblichen Überreste
des Mädchens am 30. Juni 2011 gefunden worden waren) nun eindeutig
beweisen können: Die 16-Jährige hatte in den Wochen vor ihrem Tod
keinerlei Drogen konsumiert. In ihren Knochen wurden lediglich Spuren
von Coffein und Nikotin gefunden. Tests am Gebiss der Schülerin
ergaben: Sie starb "in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu ihrem
Verschwinden"; die Ermittler gehen daher jetzt davon aus, dass das
vermutete Verbrechen an ihr bereits am 27. Juni 2006 geschehen ist.
Fest steht - laut CSI-Fahnder - weiters: Julia wurde an einer "bis
dato unbekannten Örtlichkeit" getötet, in der Folge "mitsamt der
Habseligkeiten, die sie bei sich trug, in eine blaue Decke verpackt
und in den Eingangsbereich des Erdkellers - unterhalb des
Stiegenabgangs - verbracht, wo die Leiche bald darauf mit Heizöl
oder Diesel-Benzin übergossen und die brennbare Flüssigkeit mittels
eines ,Molotow-Cocktails' entzündet" worden sei. "Kurz danach,
innerhalb von 14 Tagen, wurden die zumindest noch zu einem Teil mit
Weichteilen bedeckten Skelettstrukturen in die Endlage", in den
hintersten Winkel des Kellers, "verschafft, und dort unter Erde und
Ziegelsteinen begraben."
Für die Behörden gilt nach wie vor Michael K., 50, (der Besitzer
Erdkellers) als Hauptverdächtiger in der Causa. Wie aus Justizkreisen
zu vernehmen ist, überlege die Staatsanwaltschaft jetzt eine Anklage
gegen ihn. Schon demnächst wird übrigens noch ein Gutachten zu dem
Kriminalfall erwartet: Experten sind gerade dabei zu überprüfen, ob
eine Faser, die in einem der Fahrzeuge des ehemaligen
Videothek-Besitzers sichergestellt wurde, von der Decke, in welche
einst die Leiche des Mädchens gewickelt worden war, stammt.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






