• 08.02.2012, 08:13:01
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Greenpeace-Cool IT-Ranking: Google überholt Cisco und Ericsson

Japanisches Unternehmen Softbank vorbildlich bei politischem Engagement für Klimaschutz

Neu Delhi/Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute
die fünfte Fassung seines Cool IT-Rankings veröffentlicht. Dieses
Ranking bewertet die weltweit 21 größten IT- und
Telekommunikations-Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von
IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige, der Senkung der eigenen
Treibhausgasemissionen sowie vermehrten Nutzung Erneuerbarer
Energieträger sowie dem Engagement für Klimaschutz und
Energieeffizient in Politik und Öffentlichkeit. Seit der letzten
Version vom Dezember 2010 wurden sechs Telekommunikationsunternehmen
sowie wichtige IT-Hard- und Software-Marken aus Indien und Japan
hinzugefügt. "Google hat die bisherige Nummer 1 Cisco auf Platz 2
verdrängt, Ericsson folgt auf dem dritten Platz. Beim Engagement für
den Klimaschutz und der vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger
für die betriebliche Infrastruktur hat Google besonders gut
abgeschnitten", informiert Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz.

Das bisher beste Ergebnis im Bereich Engagement für Klimaschutz in
Politik und Öffentlichkeit erzielt das japanische
Telekommunikations-Unternehmen Softbank, das sich in Japan für einen
raschen Wechsel von nuklearen zu Erneuerbaren Energieträgern
einsetzt. Softbank bekommt dafür 33 von maximal 35 Punkten, das
bislang höchste Ergebnis in der Kategorie Engagement für Klimaschutz
in Politik und Öffentlichkeit. "Die schnelle Entwicklung der
Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche führt zu
einem beträchtlichen Energiebedarf in vielen Bereichen. Während
Energiekonzerne, die mit nuklearen und fossilen Energieträgern
Geschäfte machen, übermäßigen Einfluss auf politische Prozesse und
Finanzmärkte nehmen, befinden sich viele IT-Konzerne nach wie vor im
Winterschlaf", kritisiert Sprinz. "Aber genau jene Unternehmen haben
die Macht zu beeinflussen, wie Energie erzeugt und wie sie eingesetzt
wird, und müssen diese auch einsetzen", so Sprinz weiter.

Positiv fallen Google, Cisco und Dell auf, weil sie für ihre
Infrastruktur weltweit mittlerweile mehr als 20 Prozent Strom aus
Erneuerbaren Energieträgern einsetzen. Oracle ist nach wie vor an
letzter Stelle, weil verabsäumt wurde, den Energieverbrauch
hinsichtlich Erneuerbarer als auch fossiler und nuklearer
Energieträger offenzulegen.

Während Unternehmen wie Cisco, IBM, Ericsson und Fujitsu verstärkt
Lösungen hinsichtlich Erneuerbarer Energieträger anbieten, mangelt es
bei vielen Unternehmen an Verantwortung zu politischer Führung.
"IT-Unternehmen müssen ihren Einfluss und ihre Innovationskraft dazu
nutzen, um den Widerstand konventioneller Energie-Konzerne zu
überwinden, die den Status Quo mit Kohlekraft, Öl und Atomenergie
beibehalten wollen und den Wandel in Richtung Erneuerbarer Energie
blockieren", so Sprinz.

Das Cool IT-Ranking folgt einer Ankündigung von Facebook und
Greenpeace im Dezember 2011, bei der Facebook seine Ziele für eine
saubere, erneuerbare Energiezukunft veröffentlicht hat. Gemeinsam mit
Greenpeace will Facebook für Erneuerbare Energie werben und die
großen Energieversorger dazu anregen, Erneuerbare Energieträger
auszubauen. Dem ist eine fast zweijährige Kampagne vorangegangen, bei
der Hunderttausende Menschen weltweit Facebook dazu motiviert haben,
auf Energie aus Kohlekraft zu verzichten.

Zum Ranking: http://marktcheck.greenpeace.at/coolit.html

Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE
Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin Greenpeace; Tel.: 0664-6126731
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace; Tel.: 0664-6126718
mailto:[email protected]
www.greenpeace.at

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