• 07.02.2012, 12:15:30
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Windmasterplan Oberösterreich

Klare Zielsetzungen für den Windkraftausbau in Oberösterreich fehlen weiterhin

St. Pölten (OTS) - Die IG Windkraft zeigt sich enttäuscht davon,
dass der gestern vorgestellte Windmasterplan in Oberösterreich den
Großteil der oberösterreichischen Landesfläche zur Windausschlusszone
erklärt hat. Aus Sicht der IG Windkraft sind viele Kriterien dafür
nicht sach- und fachgerecht. Im Bundesland Oberösterreich fehlen bis
heute klare Zielsetzungen für den Windkraftausbau. Wichtig wäre der
rasche neuerliche Einstieg in die Nutzung der Windkraft in
Oberösterreich.

Gestern wurde ein Windmasterplan für Oberösterreich präsentiert, der
neben 27 kleinflächigen Eignungszonen, 4 Konfliktzonen und
großflächige Ausschlusszone für Windkraft vorsieht.

Kriterien für Ausschlusszonen nicht sach- und fachgerecht
Leider sind viele der gewählten Parameter für die Festlegung der
Ausschlusszonen nicht sach- und fachgerecht. Die vollständige
Ausweisung aller IBA\x{2588}s (Important Bird Areas) als Ausschlusszonen ist
nicht fachlich fundiert. IBA\x{2588}s sind von der privaten
Vogelschutzorganisation BirdLife aufgestellte Zonen, die keinen
rechtlichen Schutz genießen. In Niederösterreich und im Burgenland
sind Windkraftanlagen in IBA\x{2588}s bereits in Betrieb. Ebenso ist der
Ausschluss von Windkraftnutzung über einer Seehöhe von 1.600 m nicht
sachgerecht. In Österreich wie auch in der Schweiz gibt es bereits
Windparks bis auf eine Höhe von 1.900 bzw. 2.400 m, die jährlich
saubere Energie produzieren

Widersprüchlich ist auch, dass ein willkürlich gewählter Abstand von
10 km zwischen den Windparks gefordert wird. Eine Forderung, die dem
Wunsch nach Konzentration der Windenergie entgegensteht. Obwohl
Oberösterreich in den neunziger Jahren ein Pionierland der
Windkraftnutzung war, hat es in den letzten Jahren den Anschluss an
eine positive Entwicklung dieser vollständig verloren. "Gerade ein
Bundesland wie Oberösterreich, das sehr hohe pro Kopf CO2 Emissionen
hat und in dem laut Greenpeace 10 % Atomstrom im Stromnetz enthalten
ist, hat eine Besondere Verantwortung." so Mag. Stefan Moidl von der
IG Windkraft. Wichtig wäre der rasche Einstieg des Landes
Oberösterreich in die Realisierung von Windparks. "Vielleicht löst
der Masterplan zwar die Totalblockade der letzten Jahre, doch eine
fachgerechte Diskussion unter Einbeziehung der Interessengruppen der
Windbranche, den Gemeinden und Anrainern zur Weiterentwicklung der
Windkraftpotentiale in Oberösterreich ist jedenfalls erst
erforderlich", so Anton Haunold, Obmann der IGW Oberösterreich.

Zielsetzung für den Windkraftausbau in Oberösterreich fehlt
Während im Burgenland bereits 2006 ein klares Ziel der Stromautarkie
bis zum Jahr 2013 festgelegt wurde und in Niederösterreich erst
kürzlich mit dem "Energiefahrplan 2030" detaillierte Zielsetzungen
für den Ausbau der sauberen Windkraft beschlossen wurden, fehlen
derartige Zielsetzungen in Oberösterreich trotz des nun vorliegenden
Windmasterplan bis heute.

Rückfragehinweis:
IG Windkraft
Florian Maringer
Tel.: 02742 219 55 19
mailto:[email protected]
http://www.igwindkraft.at

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