• 06.02.2012, 15:26:42
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MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse

H.C. Strache vergleicht Judenverfolgung mit WKR-Demo

Wien (OTS) - Das Wiener MediaWatch Institut erstellt im Auftrag
von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten
Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen.
Im aktuellen Untersuchungszeitraum (27. Jänner bis 02. Februar 2012)
belegt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache Rang eins. Bundeskanzler
Werner Faymann (SPÖ) positioniert sich auf Platz zwei, Vizekanzler
Michael Spindelegger (ÖVP) folgt auf dem dritten Platz.

In Reaktion auf die im Rahmen des WKR-Balls getätigten Vergleiche
von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Rang eins, 1015 Nennungen) zur
Judenverfolgung und der sogenannten "Reichskristallnacht", kündigt
Bundespräsident Heinz Fischer (Rang fünf, 197 Nennungen) an, das
Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern vorerst nicht an H.C. Strache zu
verleihen. Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger, ÖVP
(Rang drei, 275 Nennungen) fordert eine Entschuldigung von Strache
für dessen Aussagen ein, schließt aber eine Koalition mit der FPÖ
weiterhin nicht aus. Aus der Sicht von Laura Rudas, SPÖ (Platz 20, 76
Nennungen) propagiert H.C. Strache ein absurdes Geschichtsbild. Für
die Obfrau der Grünen, Eva Glawischnig-Piesczek (Rang vier, 219
Nennungen) hat H.C. Strache jegliche Legitimation als Politiker
verloren.

Innerparteilich ist Glawischnig-Piesczek mit Kritik durch den
Tiroler Grün-Abgeordneten Gebhard Mair (Rang sieben, 130 Nennungen)
konfrontiert, der sich nach den Nationalratswahlen 2013 einen
frischen Wind an der Spitze der Partei wünscht.

Bundeskanzler Werner Faymann, SPÖ (Rang zwei, 464 Nennungen) geht
auf Distanz gegenüber der Idee der deutschen Bundeskanzlerin Angela
Merkel bezüglich eines Sparkommissars für das angeschlagene
Griechenland. Er poche zwar darauf den Sparkurs weiterzugehen, könne
aber mit Ausdrücken wie Aufpasser für Griechenland nichts anfangen.

Innenpolitisch treten die Budgetverhandlungen der Regierung in die
entscheidende Phase. Bundeskanzler Faymann stellt fest, dass ein
Scheitern der Verhandlungen nicht zu befürchten sei. Laut Vizekanzler
Spindelegger wird ideologisch motiviert versucht die
Strukturmaßnahmen zu verwässern. Er richtet daher einen dramatischen
Spar-Appell an die Verantwortlichen im Reformeifer nicht
nachzulassen.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, ÖVP (Platz sechs, 158
Nennungen) präsentiert ein neues Modell der Bürgerbeteiligung in
Graz. 120.000 Haushalte erhalten per Postwurf fünf Fragen zugestellt,
die jeweils mit Ja oder Nein zu beantworten sind und Themen wie
weitere Bürgerbefragungen, das Murkraftwerk Puntigam, oder das von
Nagl vorgeschlagene verpflichtende Sozialjahr betreffen.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Eva
Glawischnig-Piesczek, Grüne (Rang vier, 219 Nennungen); Siegfried
Nagl, ÖVP (Rang sechs, 158 Nennung); Gebhard Mair (Rang sieben, 130
Nennungen); Alois Stöger, SPÖ (Rang 14, 93 Nennungen); Peter Pilz,
Grüne (Rang 19, 76 Nennungen); Laura Rudas, SPÖ (Rang 20, 76
Nennungen); Beate Palfrader, ÖVP (Rang 23, 75 Nennungen); Günther
Kräuter, SPÖ (Rang 24, 72 Nennungen); Karlheinz Töchterle, parteifrei
(Rang 25, 71 Nennungen); Martin Graf, FPÖ (Rang 27, 67 Nennungen);
Hermann Schützenhöfer (Rang 28, 65 Nennungen); Georg Willi (Rang 29,
64 Nennungen) und Markus Wallner, ÖVP (Rang 30, 63 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 13 Politikerinnen und
Politiker der ÖVP und sieben der SPÖ. Die Grünen sind mit vier
Politikern präsent, die FPÖ und das FPK mit jeweils zwei. Das BZÖ
schafft im aktuellen Untersuchungszeitraum den Einzug in das Top-30
Ranking nicht.

Außerdem im Ranking: Bundespräsident Heinz Fischer, und der
parteifreie Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Das Top
30-Ranking setzt sich gesamt aus sechs Politikerinnen und 24
Politikern zusammen.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den
OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/ranking/art/top/politik
kostenlos abrufbar.

Rückfragehinweis:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH 
   Julia Wippersberg
   Leiterin MediaWatch
   Tel.: +43/1/360 60-5960
   mailto: [email protected]
   http://www.apa-mediawatch.at
   
   APA - Austria Presse Agentur 
   Barbara Rauchwarter 
   Unternehmenssprecherin 
   Leiterin Marketing & Kommunikation 
   Tel.: +43/1/360 60-5700 
   E-Mail: [email protected] 
   http://www.apa.at

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