- 06.02.2012, 12:21:15
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Schwentner: Genitalverstümmelung mit allen Mitteln bekämpfen
Grüne fordern Verbesserung des Opferschutzes
Wien (OTS) - "Die Beschneidung von Mädchen ist eine schwere
Körperverletzung und obendrein eine Verletzung der Menschenrechte.
Diese barbarische Methode muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Nur
durch mehr Aufklärung und Prävention in den betroffenen Gebieten,
aber auch in Österreich, können die Opfer langfristig besser
geschützt werden", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der
Grünen, anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen weibliche
Genitalverstümmelung (FGM).
Einer Studie der afrikanischen Frauenorganisation zu Folge leben in
Österreich rund 8.000 Frauen und Mädchen, die von FGM betroffen sind.
Auch jenen Frauen, die bereits Opfer dieser Menschenrechtsverletzung
geworden sind, muss geholfen werden: "Betroffene von
Genitalverstümmelung leiden ihr ganzes Leben lang darunter. Für diese
Frauen muss es eine entsprechende psycho-soziale und medizinische
Betreuung in Österreich geben", sagt Schwentner.
Vor allem LehrerInnen, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen sollten zum
Thema Genitalverstümmelung gezielt geschult werden. Die Förderung von
Sensibilisierungsarbeit und Aufklärung über die gravierenden
medizinischen und psychischen Folgen von Genitalbeschneidung ist
unbedingt notwendig. "Der Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung
muss im Vordergrund stehen. Das gilt auch dann, wenn von
Genitalverstümmelung bedrohte Frauen nach Österreich flüchten und
hier um Asyl ansuchen", meint Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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