- 06.02.2012, 10:45:28
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Volkshilfe drängt auf rasche Einigung im Sparpaket: Österreichs Zukunft jetzt nachhaltig sichern
Weidenholzer: "Soziales Netz stärken, Wohlstand gerecht verteilen und Investitionen tätigen in Bildung, Forschung, Kinderbetreuung und Pflege"
Wien (OTS) - "Nach der Stabilisierung des Finanz- und
Bankensektors muss auch das soziale Netz in Österreich stabilisiert
werden. Wir müssen sparen, aber mit Weitsicht", sagt Univ. Prof. Dr.
Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich, und nimmt
damit Bezug auf die festgefahrenen Verhandlungen zum Sparpaket: "Die
Politik muss jetzt zum österreichischen Sozialstaat stehen. In
Österreich gibt es so viele Menschen wie noch nie, die in Armut leben
müssen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst seit Jahren
ungehindert weiter. Wir fordern mehr soziale Gerechtigkeit."
Auch in Krisenzeiten plädiert der Volkshilfe Präsident für eine
"Stärkung des sozialen Netzes durch den Ausbau von Steuern auf
Vermögen und Grundbesitz, durch Investitionen in die Bildung und
durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik".
Sozialstaat in Gefahr: "Armut wird gemacht"
"In die Armut abzurutschen geht oft schneller als man denkt:
Scheidung, Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes kann jeden
und jede treffen. Und dann setzt die Abwärtsspirale ein. Vereinfacht
gesagt: kein Geld, keine Bildung, kein Job, kein Geld usw.", sagt
Weidenholzer und setzt fort: "Armut in Österreich wird gemacht. Wir
brauchen eine Schule, die soziale Benachteiligungen ausgleicht, ein
sozial gerechtes Steuersystem und eine Mindestsicherung über der
Armutsgefährdungsschwelle."
Erschreckende Zahlen
In Österreich leiden 511.000 Menschen unter drückender Armut. Das
heißt, dass 6,2% der Gesamtbevölkerung manifest arm sind. 313.000
Menschen können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten, 596.000
Personen sind mit Zahlungen im Rückstand (Quelle: EU-SILC 2011). Vor
Weihnachten hat die Volkshilfe deshalb ihre neue Spendenkampagne
"Armut made in Austria" gestartet. Ziel ist es, auf Armut in den
unterschiedlichen Ausprägungen aufmerksam zu machen und Spenden für
Menschen in Not in Österreich zu sammeln.
Mehr Informationen: www.volkshilfe.at/Armut-Publikationen und
www.armutmadeinaustria.at
Spendenkonto: Volkshilfe, PSK 90.175.000 BLZ 60.000, Spenden sind
steuerlich absetzbar.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Margit Kubala
Presse und Kommunikation
Tel.: +43 (0) 1 402 62 09 14
E-Mail: [email protected]
www.volkshilfe.at/presse
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