- 03.02.2012, 10:29:20
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FPÖ: Winter: Innenministerin verschläft Salafisten-Unterwanderung in Österreich
Bleibt Gastspiel des deutschen Hasspredigers Abou-Nagie ohne rechtliche Konsequenz?
Wien (OTS) - Ibrahim Abou-Nagie gilt seit Jahren als einer der
führenden Köpfe des deutschen Salafismus, der am schnellsten
wachsenden radikalen Strömung innerhalb des Islam. In seinen
Ansprachen verherrlicht der Kölner Geschäftsmann mit
palästinensischen Wurzeln den Märtyrertod im "Heiligen Krieg",
erklärt das islamische Rechtssystem dem deutschen Grundgesetz
überlegen und fordert die Todesstrafe für Homosexuelle. Untreue
Ehepartner sollen seiner Meinung nach gesteinigt werden. Weil er in
Internet-Videos regelmäßig zu Gewalt gegen Andersgläubige aufruft,
ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft unter anderem wegen
Volksverhetzung.
Vergangenes Wochenende stattete Ibrahim Abou-Nagie Österreich einen
Besuch ab. In einer unauffälligen Kellermoschee im zweiten Wiener
Gemeindebezirk unweit des Praters gab er den Startschuss für eine
Koran-Aktion, bei der in den kommenden Wochen tausende Exemplare in
der Bundeshauptstadt verteilt werden sollen, berichtete die
Tageszeitung "Kurier". Ähnliche Verteilaktionen fanden bereits in
Frankfurt und Köln statt und sollen laut Islamismus-Experten die
stark zersplitterte Salafisten-Szene wiedervereinen und gleichzeitig
neue Gotteskrieger rekrutieren.
Für die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter sind die
zunehmenden Konvertierungs- und Werbeveranstaltungen der radikalen
Islamisten in Österreich besorgniserregend. Besonders junge Menschen
mit fehlenden Zukunftsperspektiven seien leicht empfänglich für die
Propaganda der Hassprediger. "Innenministerin Mikl-Leitner ist jetzt
aufgerufen, die Umtriebe der verfassungs- und frauenfeindlichen
Salafisten hierzulande genauer zu verfolgen, bevor sich deren Idee
eines bewaffneten Dschihad noch stärker ausbreitet", fordert Winter.
In diesem Zusammenhang bekräftigt die Abgeordnete erneut ihre
Forderung nach einem Einreiseverbot für Hassprediger nach Schweizer
Vorbild. Seit 2009 existiert im Nachbarland eine Einreisesperre für
den fundamentalistischen Konvertiten und ehemaligen Profi-Boxer
Pierre Vogel wegen Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit.
"Es kann nicht sein, dass sich die Galionsfiguren des radikalen Islam
nacheinander die Türklinken der hiesigen Moscheen und Gebetshäuser in
die Hand geben und dort ihre hasserfüllten Botschaften unters Volk
bringen. Dabei darf eine selbstbewusste Demokratie nicht tatenlos
zusehen", schließt Winter.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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