- 01.02.2012, 13:21:22
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20 Jahre interkulturelle Mitarbeiter in NÖ Kindergärten
LH Pröll: Bringen viel Harmonie zu den Menschen und ins Land
St. Pölten (OTS/NLK) - Rund 20 Jahre nach der erfolgreichen
Etablierung der interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
den NÖ Kindergärten wurde heute, Mittwoch, 1. Februar, dieses
Jubiläum im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten mit einem
umfangreichen Programm gefeiert. Die musikalische Umrahmung der
Veranstaltung erfolgte durch die "Wiener Tschuschenkapelle".
"Zwei Dinge sollen wir unseren Kindern mitgeben, Wurzeln und
Flügel", betonte der Landeshauptmann und setzte fort: "Wurzeln als
Symbol für die Verbindung zur Heimat und Flügel als Symbol für
Weltoffenheit." Wichtig sei dabei, Kinder in unsere Heimat und in
unsere Lebensart einzuführen und auch mit anderen Kulturen vertraut
zu machen. "Wenn wir auf diesem Weg gut vorankommen, dann können wir
einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein Quäntchen
besser wird", zeigte sich der Landeshauptmann überzeugt. Gerade die
interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden viel
Harmonie zu den Menschen und ins Land hineinbringen, so Pröll im
Gespräch mit den Moderatoren Eser Ari-Akbaba und Tom Bläumauer.
Zum Zusammenhalt im Land meinte der Landeshauptmann: "Der
Familiensinn, der gerade in den letzten Jahren Niederösterreich sehr
stark geprägt hat, soll in Zukunft noch tragfähiger und noch
deutlicher spürbar werden." Dieser Zusammenhalt werde bereits in den
Kinderjahren grundgelegt. "Daher ist es notwendig, sich schon im
Kindergarten verstehen zu lernen und mit Toleranz aufeinander
zuzugehen", so Pröll. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft werde auch
im heurigen Jahr der Generationen in den Vordergrund gestellt, sagte
der Landeshauptmann abschließend.
Landesrätin Mag. Barbara Schwarz sagte: "Wo es um ein Miteinander
in Bildung und Betreuung geht, ist die gegenseitige Wertschätzung
sehr wichtig. Wenn sich Kinder und ihre Eltern hier zuhause fühlen
sollen, dann müssen wir ihnen zeigen, dass für uns ihre Kultur und
ihre Sprache wertvoll sind."
Staatssekretär Sebastian Kurz meinte: "Man soll in Kindergärten
und Schulen die Chancen und Potenziale nutzen, die diese Vielfalt mit
sich bringt." Dieses Modell in Niederösterreich mit den
interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei in Europa zu
Recht ausgezeichnet worden: "Dadurch wird den Kindern die Möglichkeit
gegeben, Heimat hier in Österreich zu finden, ohne ihre Wurzeln zu
vergessen:"
Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm vom Institut für Germanistik an der
Universität Wien meinte: "Die Immigrationsgeschichte der
interkulturellen Mitarbeiter als biografisches Merkmal reicht nicht,
sondern es bedarf auch der Ausbildung dieser Pädagoginnen und
Pädagogen. In dieses Projekt sind die Gemeinden, die Kindergärten und
die Schulen miteingebunden."
Die rund 80 interkulturellen Mitarbeiterinnen und 5 Mitarbeiter in
den Kindergärten helfen den Kindern in der Eingewöhnungsphase,
fördern die Mehrsprachigkeit in der Kindergartengruppe und sehen sich
als Brückenbauer zwischen Kindern, Eltern und Pädagogen. Die
berufsbegleitende Ausbildung zum interkulturellen Mitarbeiter dauert
zwei Jahre und endet mit einer Abschlussarbeit.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12174
www.noe.gv.at/nlk
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