• 01.02.2012, 11:56:34
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Stadt Wien und WGKK: Gemeinsam für Kinder- und Jugendgesundheit

Wien (OTS) - Die Stadt Wien und die Wiener Gebietskrankenkasse
(WGKK) haben ein umfassendes Paket geschnürt, um die
Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Das
Behandlungsangebot bei Entwicklungsstörungen sowie in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie wird ab 2012 deutlich ausgebaut. Zudem soll eine
zentrale Servicestelle PatientInnen und ExpertInnen noch schneller
zusammenführen. "Die extramurale Gesundheitsversorgung von
entwicklungsgefährdeten Kindern oder Kindern mit einer Behinderung
oder einer psychischen Erkrankung ist seit vielen Jahren ein Thema,
bei dem es in Wien Verbesserungsbedarf gibt, wie auch vom Kontrollamt
bereits festgestellt wurde. Die Stadt Wien und die Wiener
Gebietskrankenkasse haben daher in einer gemeinsamen
ExpertInnengruppe einen mehrstufigen Strukturplan erarbeitet, der
einen Ausbau von kostenlosen Therapie - und Betreuungsangeboten mit
zielgerichteter und rascher Nutzbarkeit für den Einzelnen verbinden
soll. Wir haben hart verhandelt und gemeinsam einen Weg entwickelt,
wie wir hier künftig die Versorgung sichern können. Das ist ein
großer Erfolg für die jungen Menschen in dieser Stadt und ihre
Angehörigen - und der Grundstein für gesündere Er-wachsene in der
Zukunft", erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin
Sonja Wehsely am Mittwoch im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz
mit Ingrid Reischl, Obfrau der WGKK.

"Es ist ein großer Schritt, den wir setzen. Der nun geplante Ausbau
bei der Gesundheitsver-sorgung für Kinder und Jugendliche in Wien
wird für die betroffenen Familien eine spürbare Verbesserung
bringen." Mit diesen Worten fasste Reischl das neue Programm
zusammen, das die Krankenversicherungsträger und die Stadt Wien ab
diesem Jahr gemeinsam umset-zen werden.

"Es freut mich auch, dass die Stadt Wien und die Wiener
Gebietskrankenkasse einmal mehr gemeinsam zeigen, in welche Richtung
die Gesundheitsreform auf Bundesebene gehen muss. Nur durch das
gemeinsame Verfolgen von gesundheitspolitischen Zielen können wir das
hohe Vertrauen in unsere Gesundheitsversorgung erhalten - nicht durch
das Hin- und Herschieben von PatientInnen", unterstrich Wehsely.

Die Maßnahmen im Detail

1) Mit der Errichtung bzw. dem Ausbau von drei Therapiezentren für
die Altersgruppe der 0- bis 10-Jährigen wird dem dringend
erforderlichen Bedarf an ambulanten Kapazitäten Rechnung getragen.
Start ist bereits heuer mit Planungsarbeiten für zwei neue Standorte.
Anfang 2013 ist die Aufnahme des Vollbetriebs vorgesehen und die
gleichzeitige Übersied-lung der Entwicklungsdiagnostischen Stellen,
die bislang von der Stadt betrieben wurden. Damit ist für rund 1.000
Kinder eine Verdoppelung der Betreuungskapazität von derzeit 8.000
auf 16.000 Leistungen im Bereich der Ergo-, Logo-, Physio- und
Psychotherapie und fachärztlichen Untersuchungen möglich.

In weiterer Folge, ebenfalls 2013, soll eine zusätzliche Einrichtung
mit rund 700 Betreuungs-plätzen geschaffen werden, die die
Betreuungskapazität um weitere 12.000 Leistungen er-höht. Damit
werden in naher Zukunft insgesamt 1.700 Kinder, die infolge von
Entwicklungs-störungen oder -verzögerungen Hilfe brauchen, diese auch
bekommen. Wehsely und Reischl dazu unisono: "Unsere ExpertInnen haben
den Bedarf anhand der Auslastung und Wartezeiten an den bestehenden
Stellen berechnet. Mit dieser Aufstockung können wir den Kindern
wesentlich schneller einen Therapieplatz anbieten - und den Eltern
die entspre-chende Erleichterung."

Gemeinsam werden auch die Kosten für diesen Ausbau der Ambulatorien
sowie für die be-reits bestehenden des VKKJ (Verantwortung und
Kompetenz für besondere Kinder und Ju-gendliche) und des Zentrums für
Entwicklungsförderung (ZEF) getragen. Künftig wird es eine gemeinsame
50:50-Kostentragung durch die Stadt Wien und die
Krankenversicherungsträ-ger geben. Dadurch wird eine optimale Planung
des Angebotes ermöglicht und die notwendige finanzielle Sicherheit
für die Einrichtungen geschaffen.

2) Deutliche Verbesserungen wird es bis Ende 2013 auch in der Kinder-
und Jugendpsychiatrie geben. Die WGKK erhöht schrittweise die
finanziellen Mittel für die kinder- und jugendpsychiatrische
Versorgung der Ambulatorien von "die Boje" und den Wiener
Psychosozialen Diensten. In der Folge sollen zusätzliche
FachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie angestellt werden.
"Dieses Fach ist noch relativ jung. Daher gibt es auch ein zu
geringes Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten. Durch die neuen
Investitionen und den Stellenaus-bau können die genannten
Einrichtungen nun auch als Ausbildungsstätten anerkannt werden",
ergänzte Reischl.

3) Um PatientInnen noch schneller und treffsicherer zu TherapeutInnen
zu vermitteln, soll künftig eine zentrale Servicestelle samt
Datenbank eingerichtet werden. Das Ziel: Die Erfas-sung freier
Therapieplätze, um das bereits vorhandene Angebot im niedergelassenen
Be-reich und in den diversen Einrichtungen sowie die geplanten
Kapazitäten optimal zu nutzen. Reischl abschließend: "Diese
Servicestelle samt Datenbank wird voraussichtlich ab 2013 zur
Verfügung stehen. Damit wird es uns gelingen, den tatsächlichen
Bedarf an Therapien zu erfassen und das Angebot besser zu steuern.
Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie bei der Suche nach einem
Therapieplatz nicht mehr auf sich alleine gestellt sind."

Rückfragehinweis:

Wiener Gebietskrankenkasse
   Öffentlichkeitsarbeit
   Evelyn Holley-Spieß
   Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
   Wienerbergstraße 15-19, 1100 Wien
   Tel.: +43 1 601 22-2254
   Fax.: +43 1 601 22-2135
   E-Mail: [email protected] 
   
   
   Michael Eipeldauer
   Mediensprecher Stadträtin Sonja Wehsely
   Tel.: 01/ 4000/ 81 231
   Fax: 01/ 4000/99 81 231
   Handy: 0676/8118 69522
   E-Mail: [email protected]

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