• 01.02.2012, 11:48:46
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Weltkrebstag 2012 - Früherkennung erhöht die Heilungschancen

Die Sozialversicherung bietet im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung zahlreiche Früherkennungsprogramme an

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen in
Österreich werden bei Männern von Lungen-, Darm- und Prostatakrebs
verursacht. Bei Frauen sind es Brust-, Darm-, Lungen-,
Gebärmutterkrebs, die mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen -
insgesamt rund 40.000 jährlich - darstellen (Statistik Austria,
2010).
Dr. Josef Probst, stv. Generaldirektor im Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger und auch für das Thema
Gesundheitsförderung und Prävention zuständig, meint dazu: "Unsere
Vision lautet, länger selbstbestimmt leben bei guter Gesundheit - die
Früherkennung und Prävention von Krebserkrankungen ist ein zentrales
Thema das von der Sozialversicherung auf mehreren Ebenen verfolgt
wird."

Krebsfrüherkennung in der Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung setzt bei den häufigsten Krebserkrankungen
an:
\x{2588} PAP-Abstrich wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr zur Früherkennung
von Gebärmutterhalskrebs angeboten
\x{2588} Derzeit werden Frauen ab dem 40. Lebensjahr noch über die
Vorsorgeuntersuchung zur Mammographie eingeladen, ab 2013 gibt es
dazu ein eigenes Programm.
\x{2588} Die Koloskopie wird ab dem 50. Lebensjahr Frauen und Männern
angeboten.

Bei allen Früherkennungsuntersuchungen spielt das Thema Qualität
eine große Rolle. Große Erfolge zeichnen sich hier im Bereich der
Vorsorgekoloskopie ab: Die Hälfte aller Untersuchungsstellen
beteiligt sich am "Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge" einem
Kooperationsprojekt des Hauptverbandes, der österreichischen
Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie und der
österreichischen Krebshilfe.

Rauchprävention

Zur Prävention von Lungenkrebs wird im Zuge der
Vorsorgeuntersuchung auch der Raucherstatus erhoben. Ein ärztliches
Beratungsgespräch soll den Anstoß für ein rauchfreies Leben setzen.
Als Hilfestellung wird das österreichweite Rauchertelefon angeboten,
eine Initiative der Sozialversicherungsträger, der Bundesländer und
des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Rauchertelefon ist
österreichweit unter der Nummer 0810 0810 013 erreichbar. Der Erfolg
spricht für sich, immerhin ist ein Drittel der Betroffenen rauchfrei,
ein weiteres Drittel hat reduziert! Im internationalen Vergleich
liegt das Rauchertelefon damit an der Spitze! Neun der 13 großen
Krankenkassen sowie die Pensionsversicherungsanstalt bieten zudem
Tabakentwöhnungsprogramme an.

2013: Nationales Brustkrebs-Früherkennungs-Programm

Im kommenden Jahr wird es in Österreich erstmals eine
flächendeckende und zielgerichtete Früherkennungsstrategie für Frauen
zwischen 45 und 69 Jahren geben. Denn gerade in dieser Altersgruppe
sind bisher viel zu wenige Frauen zur
Brustkrebs-Früherkennung gegangen. Frauen ab 40 Jahren und ältere
Frauen bis 75 Jahren können sich auf eigenen Wunsch in das Programm
einschreiben.
Ein flächendeckendes Einladesystem sowie eine konsequente und
laufende Qualitätssicherung sind zentrale Neuerungen des Programms.
Die durchgeführten Mammographien werden künftig von zwei Radiologen
unabhängig voneinander im Sinne des "Vier Augen-Prinzips" befundet,
um ein Höchstmaß an Untersuchungsqualität zu gewährleisten.
Im Jahr 2010 haben fast eine Million Menschen eine von der sozialen
Krankenversicherung bezahlte Vorsorgeuntersuchung durchgeführt.
Probst abschließend: "Unser Appell lautet daher: Nutzen Sie die
Angebote der Sozialversicherung für ein längeres, selbstbestimmtes
Leben bei guter Gesundheit! "

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw.
einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband
der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das
organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und
Pensionsversicherung Österreichs.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at

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