- 27.01.2012, 13:45:01
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Hauptverband drängt auf rasche Umsetzung der Gesundheitsreform
Schelling: "Jeder Tag Verzögerung kostet den Länden als Spitalserhalter bis zu einer Million Euro"
Wien (OTS) - Angesichts der dramatischen Entwicklung an den
Finanzplätzen Europas und der Tatsache, dass jeder Tag den Ländern
zwischen einer halben und einer Million Euro an Abgangsdeckung für
die Spitäler kostet, warnt der Vorsitzende im Hauptverband der
österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, vor
einer Verschleppung der Spitalsreform auf das Jahr 2014. Schelling.
"Eine Verzögerung der Neuregelung der Spitalsfinanzierung um zwei
Jahre, wie dies heute von Gesundheitsminister Alois Stöger angedeutet
wurde, ist in der politischen Steuerungsgruppe nicht akkordiert". In
dieser Steuerungsgruppe zur Neuregelung der Spitalsfinanzierung
sitzen bekanntlich neben zwei Vertretern der Bundesregierung, je zwei
Vertreter der Länder sowie je zwei Vertreter der Sozialversicherung.
Der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband erinnert den
Gesundheitsminister daran, dass der Auftrag der Bundesregierung vom
Februar 2009 zur Finanzkonsolidierung der Krankenkassen im Ausmaß
von 1,7 Milliarden Euro innerhalb von 6 Monaten mit den wichtigsten
Systempartnern im Gesundheitswesen ausverhandelt und umgesetzt wurde
und nun auf Schiene ist.
Die aktuellen Zahlen vom November 2011 zeigen, dass dieses
Konsolidierungsziel nicht nur erreicht, sondern mit 2,4 Milliarden
Euro sogar übererfüllt wird. Schelling: "Die Sozialversicherung hat
damit bewiesen, wie ein solcher Kostendämpfungspfad eingehalten
werden kann ohne dass es zu Leistungseinschränkungen bei den
Versicherten kommt. Wir werden jedenfalls das Ziel spätestens im Jahr
2013 eine ausgeglichene Gebarung sämtlicher
Krankenversicherungsträger erreichen und den Schuldenstand abbauen".
In diesem Zusammenhang appelliert Schelling an alle politisch
Verantwortlichen in Bund und Ländern, jetzt endlich die
Spitalsfinanzierung auf ebenso gesicherte Beine zu stellen wie das
die Krankenversicherungsträger vorexerziert haben und die im
Masterplan des Hauptverbandes vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen.
Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die
Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.
Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at
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