• 27.01.2012, 13:40:03
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AK Angelo: "Die direkte Forschungsförderung für heimische Industriebetriebe sichert Arbeitsplätze"

Die AK Wien fordert, dass nicht bei der direkten Forschungsförderung gespart wird: "Es geht um die indirekte Forschungsförderung. Da muss man genauer hinsehen."

Wien (OTS) - Die Bemühung des BMVIT Geld verstärkt Gelder für
Forschung in Produktionsbetrieben auszugeben, die direkt
Arbeitsplätze in Österreich schaffen, bewertet die AK Wien durchaus
positiv: "Bei der direkten Forschungsförderung gibt es konkrete
Gestaltungsmöglichkeiten, hier sollte auch im Zuge der Sparpakete
nicht gekürzt werden", erläutert Silvia Angelo, Leiterin der
Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien. Kritisch sollte
allerdings die Gießkannenförderung der derzeitigen indirekten
Forschungsförderung, also die Steuererleichterungen für Unternehmen,
geprüft werden.

"In die indirekte Forschungsförderung fließen derzeit 350 Millionen
Euro jährlich an eine Unzahl von Unternehmen - Tendenz steigend. Im
Moment wird nicht ausreichend geprüft, ob diese Mittel sinnvoll
verwendet werden. Die AK regt deshalb an, für eine genauere Prüfung -
etwa durch die FFG - und mehr Outputorientierung zu sorgen." Wenn es
laut Statistik Austria nur 420 forschende Großunternehmen gibt, es
aber über 1.770 Veranlagungsfälle dieser Großunternehmen für die
Forschungsprämie gibt, dann muss man hier genauer hinsehen.

In einer derart angespannten Budgetsituation ist die immer wieder
aufgestellte Forderung von Wirtschaftsvertretern nicht
nachvollziehbar, bei der Forschungsprämie die derzeitige Deckelung
für die Auftragsforschung aufzuheben. Ganz zu schweigen davon, dass
überhaupt nicht nachvollziehbar wäre, inwieweit die
Forschungsaufträge überhaupt österreichischen Forschungseinrichtungen
zugutekommen würden. Angelo fordert deshalb direkte
Forschungsförderung in österreichische Industrieunternehmen: "Die
Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern Arbeitsplätze.
Gerade Österreich punktet schon heute mit seinen gut qualifizierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das soll auch in Zukunft so
bleiben."

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Martina Madner
Tel.: +43-1 501 65-2151
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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