OTS0287   26. Jan. 2012, 17:00

"KURIER"-Kommentar von Gerald Reischl: "Gegen die iSklaverei"

Apple muss Verantwortung für die Arbeitsbedingungen in China übernehmen.


Es sind Statussymbole, die viele haben (wollen) -
iPhone und iPad. 183 Millionen iPhones wurden bis dato verkauft, 60
Millionen iPads, das abgelaufene Quartal war für Apple das
erfolgreichste der Geschichte. Doch der Rekord ist blutig
erwirtschaftet. "Keine iSklaven mehr" protestierten Studenten 2011
in Hongkong gegen die Arbeitsbedingungen in den Fertigungsbetrieben
in China. Foxconn mit 1,2 Mio. Mitarbeiter ist der bekannteste
Apple-Zulieferer, bei dem immer wieder Arbeiter ums Leben kommen -
unfreiwillig und freiwillig. Aber das betrifft nicht nur China, in
den Coltan-Minen Zentralafrikas arbeiten ebenfalls Menschen unter
widrigsten Bedingungen.
Den meisten ist nicht bewusst, dass vieles, was uns lieb und teuer
ist - wir sprechen auch von Flat-TVs, Notebooks & Co. - in
asiatischen Fabriken produziert wird, in denen es keine Arbeitsrechte
gibt. Es ist an der Zeit, dass man Geräte nicht nur mit Plaketten
auszeichnet, auf denen der Konsument ablesen kann, dass sie wenig
Strom verbrauchen, sondern dass sie aus Werken kommen, in denen
Menschen- und Arbeitsrechte ernst genommen werden. Ich befürchte,
dass das die wenigsten kümmert - Hauptsache, das Gerät ist cool.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0287 2012-01-26 17:00 261700 Jän 12 PKU0002 0205




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