• 26.01.2012, 12:34:13
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FPK-Bürgermeister sagen NEIN zu Verwaltungs-Großgemeinden

Zahlen und Fakten belegen, ÖVP-Vorschlag birgt kein Einsparungspotential!

Klagenfurt (OTS) - Im Zuge einer Pressekonferenz erteilten
FPK-Bürgermeister NRAbg. Maximilian Linder sowie LAbg. Peter
Suntinger den Wünschen von ÖVP-Landesrat Achill Rumpold, Gemeinden
verwaltungstechnisch zu fusionieren, eine deutliche Absage. "Im
Verwaltungsbereich sind durch Gemeindezusammenlegungen keine
Einsparungen zu erwarten. Die Fakten und Zahlen sprechen hier eine
deutliche Sprache und der Gemeindereferent müsste dies auch wissen",
zeigt sich der Bürgermeister aus Afritz verwundert über das
unüberlegte Vorbreschen von Rumpold. "Kleine Gemeinden arbeiten
eindeutig effizienter und wirtschaftlicher", so Linder, der in großen
Vewaltungszentren die Gefahr von Doppelgleisigkeiten und vielen
Leerläufen ortet.

Linder verweist darauf, dass beispielsweise in kleinen Gemeinden
299,-- Euro je Einwohner für Personal ausgegeben wird, in Gemeinden
mit mehr als 10.000 Einwohner steigt dieser Wert auf 560,-- Euro und
in Gemeinden über 20.000 Einwohner auf 765,-- Euro. Auch die
Wirtschaftskraft kleiner Gemeinden ist nicht schlechter. In kleinen
Gemeinden bis 2.500 Einwohner werden 394,-- Euro pro Kopf investiert,
in Gemeinden über 10.000 Einwohner liegt dieser Wert bei 341,-- Euro
und über 20.000 Einwohner bei 275,-- Euro. Kleine Gemeinden
investieren also mehr in die örtliche Wirtschaft. Im Gegenzug
erhalten kleinere Gemeinden weniger Förderungen als Großgemeinden.
Auch die Verwaltungskosten würden eine eindeutige Sprache sprechen.
So betragen die durchschnittlichen Kosten für Vertretungskörper und
die allgemein Verwaltung in kleinen Gemeinden 266,-- Euro pro
Einwohner, während sie in Gemeinden zwischen 20.000 und 50.000
Einwohner 433,-- Euro pro Einwohner, in Gemeinden über 50.000
Einwohner sogar 610 Euro pro Einwohner betragen.
Auch der Bereich der "freiwilligen Helfer" sei laut Linder nicht
außer Acht zu lassen. So wird in kleinen Gemeinden die Infrastruktur
wie etwa im Bereich der Feuerwehr oder des Roten Kreuzes durch
freiwillige Helfer aufrecht erhalten. In großen Gemeinden kann diese
Infrastruktur durch ehrenamtliche Helfer hingegen nicht erhalten
werden.

Auch der FPK- Bürgermeister von Großkirchheim, Suntinger,
kritisierte die ÖVP-Forderung nach Verwaltungsgroßgemeinden, die
übrigens auch WK-Präsident Pacher vorschweben als "absolut unsinnig",
da sie kein Einsparungspotential bergen. "Viele Synergien werden
bereits genutzt und machen auch Sinn, viele Einsparungen sind auch
noch zu heben. Wir verwehren uns jedoch gegen die stetige Ausdünnung
des ländlichen Raumes", erklärte Suntinger. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463 513 272

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