- 25.01.2012, 14:38:27
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Ablinger: Urheberrecht modernisieren und an das 21. Jahrhundert anpassen
Einkommenssituation von Kreativen stärken - Keine Kriminalisierung des Schulhofes
Wien (OTS/SK) - Für eine Modernisierung des Urheberrechts und
Anpassung an die technologischen Bedingungen des 21. Jahrhunderts
sprach sich heute, Mittwoch, SPÖ-Kultursprecherin Sonja Ablinger
anlässlich der Pressekonferenz der Plattform "Kunst hat Recht" aus.
"Die neuen technologischen Entwicklungen erfordern eine
Modernisierung des Urheberrechts. Die Herausforderung dabei ist, neue
und vielfältige kreative Ausdrucksformen zu ermöglichen und
gleichzeitig eine angemessene Vergütung für die Kulturschaffenden
sicher zu stellen", sagte Ablinger gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Ablinger plädierte für die "Entwicklung neuer Regulierungsmodelle,
die die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der in verschiedenen
Urheberrechtsbereichen Tätigen berücksichtigen." ****
Insgesamt wurde das Urheberrecht in den vergangenen Jahrzehnten in
manchen Bereichen in der Praxis mehr und mehr zu einem
"Industrieschutzrecht" und diente immer weniger dem Schutze der
Interessen der Kreativen. "Deshalb ist es zentral, dass sich
Veränderungen am Urheberrecht auch zu Gunsten der Kreativen
auswirken", betonte Ablinger. Es gelte die schöpferisch tätigen
Urheberinnen und Urheber in den Mittelpunkt zu rücken und deren
Verhandlungsposition gegenüber der Verwertungsindustrie -
beispielsweise durch ein Urhebervertragsrecht oder einen
Bestsellerparagraph - zu stärken. "Im Zuge eines
Interessensausgleiches gilt es, die Verhandlungsposition der
Kreativen zum einen und die Stellung der Nutzerinnen und Nutzer sowie
der Konsumentinnen und Konsumenten zum anderen zu verbessern.
Insgesamt setze ich mich für eine Umverteilung der Einnahmen
zugunsten der Kreativen ein", betonte die SPÖ-Kultursprecherin.
Als "keine Lösung" bezeichnete Ablinger die "Kriminalisierung des
nicht-kommerziellen Tauschs von Dateien und damit des Schulhofs" oder
die "totale Überwachung des Internets". Vielmehr gelte es den
Strukturwandel hin zu neuen Geschäftsmodellen aktiv zu begleiten und
alternative Formen der Vergütung zu entwickeln. "Eine Reform des
Urheberrechts ist eine große Herausforderung - hier treffen starke
Interessensgegensätze auf sehr unterschiedliche Positionierungen -
auch innerhalb der Kulturschaffenden - und starke
Lobbyingaktivitäten. Ich plädiere daher für einen ausgewogenen
Diskurs mit der Zielsetzung die Position von Kreativen sowie
Nutzerinnen und Nutzer zu stärken", so Ablinger. (Schluss) mb/sas/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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