• 25.01.2012, 11:25:31
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NEWS-exklusiv: Neue Ermittlungsergebnisse zum "Fall Estibaliz C."

Jetzt liegen die gerichtsmedizinischen Gutachten zu der Causa vor

Wien (OTS) - Abseits des Dramas um das Baby der "Eiswitwe" - gibt
es juristische Neuigkeiten zum "Fall Estibaliz C.": Seit kurzem
liegen der Justiz nämlich, wie NEWS in seiner am Donnerstag
erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet, neue Polizeiprotokolle,
sowie die Obduktionsbefunde und die ballistischen Gutachten zu der
Causa vor.

Fazit: Holger H., "Estis" Ex-Gatte, dürfte Mitte April 2008
getötet worden sein. "In seinem Schädel", schreiben Gerichtsmediziner
in ihren Expertisen, "fanden sich drei Einschüsse. Ein Durchschuss
war in der rechten Schläfe eingetreten und aus der linken Schläfe
ausgetreten. Zwei Schüsse gegen den Hinterkopf wurden von hinten in
enger Nachbarschaft abgegeben." Bei Manfred H. (der in der Nacht vom
21. auf den 22. November 2010 umgebracht worden sein soll) konnten
"drei Kugeln im Hinterkopf, sowie ein Streifschuss hinter dem linken
Ohr festgestellt werden"; genauso wie bei Holger H. "wurden die
Schüsse allesamt aus zehn bis zwanzig Zentimeter Entfernung
abgegeben."

Fakt ist: Im Sommer 2010 hatte die mutmaßliche Zweifach-Mörderin -
wie Untersuchungen an ihrem Computer ergaben - im Internet ausgiebig
zum Thema "Giftmord" recherchiert; und in der Folge per Kreditkarte
zwei letal wirkende Pflanzensamen bei einem Gartencenter bestellt.
Keimlinge, durch deren Verabreichung (sollte der "Konsument" die
Einnahme überleben) schwere, irreparable Organschädigungen ausgelöst
werden. Defekte, die Rechtsärzte an den sterblichen Überresten des
zweiten mutmaßlichen Opfers der "Eiswitwe" ausmachten. Toxikologische
Untersuchungen diverser Gewebeteile von Manfred H. brachten letztlich
jedoch keine Hinweise auf Rückstände der betreffenden Substanzen.

Als Zeugin der Verteidigung wird bei dem Prozess gegen die
Spanierin vermutlich eine deutsche Polizistin auftreten, mit der
Holger H. vor seiner Heirat mit "Esti" liiert gewesen war; die jetzt
im Zuge einer Einvernahme angab, während ihrer Beziehung mit dem Mann
von diesem "schwer misshandelt" worden zu sein und "wegen seiner
fürchterlichen Drohungen gegen mich in Todesangst vor ihm gelebt" zu
haben.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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