- 25.01.2012, 09:42:03
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Kadenbach: Bessere Kontrollen für Medizinprodukte - Patientensicherheit muss erhöht werden
Produkte der Firma PIP bereits seit 2000 in den USA verboten
Wien (OTS/SK) - Gestern, Dienstag, hat die EU-Kommission im
Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments ihre Vorschläge präsentiert,
um ähnliche Skandale wie jenen um die Billig-Brustimplantate aus
Frankreich künftig zu vermeiden. "Die Kommission geht mit ihren Ideen
in die richtige Richtung. Vor allem die Rückverfolgbarkeit der
Produkte muss künftig gewährleistet sein", so die EU-Abgeordnete
Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
Ebenso seien bessere Kontrollen bei Medizinprodukten zu begrüßen, die
Kommission will hier die Möglichkeiten für unangekündigte Kontrollen
ausbauen. "Hier hat man es in letzten Jahren verabsäumt, Regelungen
zu treffen, die den Patienten Sicherheit bieten. Jeder Mensch muss
sich darauf verlassen können, dass implantierte Medizinprodukte den
höchsten Standards entsprechen", führt Kadenbach aus. ****
Im Zusammenhang mit den Brustimplantaten der französischen Firma PIP,
die abertausenden Frauen in ganz Europa eingepflanzt wurden, merkt
Kadenbach an, dass die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA bereits
im Jahr 2000 Produkte dieses Unternehmens verboten hat. "Die
Europäische Union ist hier nicht ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen.
Wenn die USA die Gefährlichkeit der Produkte erkannt hat, dann hätten
dies auch die zuständigen Behörden in der EU erkennen müssen. Hier
war man säumig. Es bleibt zu hoffen, dass nun entsprechende Lehren
gezogen und Gesetze geschaffen werden, die ähnlich schwerwiegende
Vorfälle verunmöglichen", so die Europaparlamentarierin, Mitglied im
Gesundheitsausschuss. (Schluss) ah/mp
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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