• 24.01.2012, 18:13:08
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Hundstorfer zur AK-Studie: Zielgerichtete Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund wichtig

Ministerin Schmied: Förderung der Sprache sowie Stärkung der interkulturellen Bildung

Wien (OTS/SK) - Österreich ist und bleibt ein Einwanderungsland.
Das betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Dienstag, im
Rahmen der Präsentation der neuen Studie der Arbeiterkammer über
Herausforderungen und Lösungen bei der Integration von Migrantinnen
und Migranten am Wiener Arbeitsmarkt. Unter dem Titel "MigrantIn ist
nicht gleich MigrantIn" diskutierten neben Sozialminister Rudolf
Hundstorfer und Bildungsministerin Claudia Schmied, die Wiener
Stadträtin für Integration, Sandra Frauenberger,
Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel und Integrationsstaatssekretär
Sebastian Kurz. Ziel ist es, Fähigkeiten, Chancen und Problemen von
Migrantinnen und Migranten aufzugreifen und in den
Arbeitsmarktprozess zu integrieren. ****

"Wir haben in Österreich einen hohen Wohlstandsfaktor, gute
Wirtschaftsdaten und eine der geringsten Arbeitslosen- und
Jugendarbeitslosenquoten in Europa. Aber bei all diesen positiven
Zahlen haben wir auch eine große Aufgabe zu bewältigen: Wir haben in
Österreich viele ältere und wenig junge Menschen. Daher brauchen wir
Zuwanderung", so der Sozialminister. Aus diesem Grund müsse man
spezielle Maßnahmen für Migrantinnen und Migranten setzen, sagte
Hundstorfer.

Denn diese verfügten häufig über spezielle Fähigkeiten, die in
Österreich nicht ausreichend anerkannt würden. "Und hier ist
Handlungsbedarf gegeben", betonte Hundstorfer. Ein Kritikpunkt ist
etwa, dass in Österreich zu viele politische Stellen für Migration
zuständig sind, während in anderen Ländern diese Aufgaben in einem
Amt gebündelt sind. Ziel müsse es daher sein, einen "One-Stop-Shop"
zu schaffen, der den Migranten die Anerkennung ihrer mitgebrachten
Qualifikationen erleichtert. Dazu gibt es eine Arbeitsgruppe unter
Einbindung aller betroffenen Ministerien, Länder und NGOs, die vom
BMASK eingerichtet wurde.

Ein wichtiger Schlüssel in dieser Debatte ist Bildung. "Das
politische Ziel ist klar, wir wollen bestmögliche Bildung für alle
jungen Menschen, die in Österreich leben", sagte Bildungsministerin
Schmied. Deshalb sind die Förderung der Kenntnisse der deutschen
Sprache sowie die Stärkung der interkulturellen Bildung wichtig. Ziel
ist es daher, "mehr Personen mit Migrationshintergrund oder
Migrationserfahrung für den Lehrerberuf zu gewinnen", bekräftigte die
Ministerin.

"Wenn wir einen besseren sozialen Zusammenhalt wollen, müssen wir für
alle faire Chancen vom Kindergarten, der Schule, Ausbildung und
Weiterbildung und am Arbeitsmarkt schaffen", ergänzte
Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel.
"Ziel ist es, gemeinsam Vorurteile abzubauen, um ein positives Klima
des Zusammenlebens zu schaffen", sagte Hundstorfer abschließen.
(Schluss) mis/mb

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Tel.: 01/53427-275
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