- 24.01.2012, 12:41:34
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Grüne Wien/Akkilic zu AK Studie: Benachteiligung von MigrantInnen muss auf die Agenda der Bundesregierung
Wien (OTS) - "Die heute von der Arbeiterkammer Wien präsentierte
Studie über die Situation von MigrantInnen am Arbeitsmarkt bestätigt,
dass MigrantInnen mehrfach benachteiligt werden", so der
Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic. "Dass ein
Drittel der Beschäftigten mit Migrationshintergrund unter dem
eigentlichen Ausbildungslevel eingesetzt werden, ist ein Aufruf an
die Bundespolitik, rasch zu handeln. Die Wiener Stadtregierung hat
sich im Bewusstsein dieses Umstandes die Anhebung der Anzahl
MitarbeiterInnen mit Migartionshintergrund in der öffentlichen
Verwaltung zum Ziel gesetzt und dafür eine Arbeitsgruppe ins Leben
gerufen", so Akkilic.
"Selbstverständlich werden wir dabei auf die Anerkennung der
mitgebrachten Qualifikationen von Zugewanderten einen großen Wert
legen. Unsere Integrationsmaßnahmen, die nun gezielter bei der
Sprachförderung ansetzen und auch die berufliche Qualifikation von
Migrantinnen erfassen, zielen genau darauf ab, die Benachteiligung
von Migrantinnen am Arbeitsmarkt zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang
begrüßen wir die Maßnahmen des Sozialministeriums, die die
Qualifizierung von MigrantInnen bezwecken", so Akkilic.
Dennoch zeige die Studie auch, dass trotz erfolgreicher
Nostrifizierungen MigrantInnen nicht ihrer Qualifikation entsprechend
am Arbeitsmarkt eingesetzt werden und viel weniger verdienen als ihre
"inländischen" KollegInnen. Das ist ein klassischer Fall von
Diskriminierung und widerspricht auch sämtlichen EU Richtlinien. Die
Bundesregierung ist aufgefordert, auf die Umsetzung dieser
Richtlinien, die bereits Teil des österreichischen Rechtes sind,
genauer zu achten. Dies ist insbesondere ein Auftrag an den
Integrationsstaatssekräter Kurz, der bis dato kein einziges mal die
Diskriminierung von MigrantInnen thematisiert hat", so Akkilic
abschließend.
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