- 23.01.2012, 13:19:37
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SPÖ-Kärnten begrüßt Teilnahme des Kärntner Bundesheeres an Pilotprojekt zur stärkeren Professionalisierung
Kaiser: Fakten sprechen für Neuorganisation des Bundesheeres
Klagenfurt (OTS) - Erfreut zeigt sich SPÖ Landesparteivorsitzender
LHStv. Peter Kaiser darüber, dass das Kärntner Jägerbataillon 25,
Khevenhüller-Kaserne, von Verteidigungsminister Norbert Darabos als
Musterverband für das Pilotprojekt im Hinblick auf die Umwandlung des
Österreichischen Bundesheeres in eine professionelle Armee ausgewählt
wurde. Bis Juli 2012 soll das Bataillon neu strukturiert werden, um
die Bedürfnisse eines professionellen Verbands besser erfüllen zu
können. Mit der Rekrutierung wird umgehend begonnen.
"Kärnten ist an vorderster Front mit dabei und marschiert mit dem
Jägerbataillon 25, Khevenhüller-Kaserne, als Teil des vielbeachteten
Pilotprojektes zur Professionalisierung des Bundesheeres in Richtung
Zukunft", so Kaiser in Reaktion auf die heute, Montag, von
Verteidigungsminister Norbert Darabos, gemeinsam mit Generalstabschef
Edmund Entacher und Streitkräftekommandant Generalleutnant Günter
Höfler veröffentlichten Pläne zur Zukunft des Bundesheeres.
Konkrete Ziele dieser Pläne sind die Stärkung der Miliz, die
Reduktion der Funktionssoldaten und das Aufstellen eines
Musterverbandes, der ausschließlich aus Berufs- und Zeitsoldaten
besteht. Bis Anfang 2014 wird das Bataillon über eine erste
Einsatzbereitschaft für Inlandsaufgaben, ab Juli 2014 über die volle
Einsatzbereitschaft verfügen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Bataillon
neben den bereits heute bestehenden 150 Berufssoldaten über ca. 350
weitere Berufs- und Zeitsoldaten verfügen. Bis 2014 wird das
Bundesheer somit auch weitere wichtige Erfahrungswerte im Bereich der
Rekrutierung sammeln.
Für Kaiser sprechen die Fakten klar für ein Ende der Wehrpflicht und
die Neuorganisation des Bundesheeres in eine professionelle Armee.
Als Fakten nennt Kaiser unter anderen die geänderten Anforderung an
das Bundesheer, die Mehrheit der europäischen Länder, die die
Wehrpflicht bereits abgeschafft hätten, das Vertrauen in die Jugend,
die nicht nur bei Wahlen mit sondern auch selbst entscheiden dürfen
sollen, ob sie den Dienst an der Waffe versehen wollen, und den
Vorteil einer professionellen Armee, die wesentlich effizienter
agieren könne, als das mit dem ohnehin bereits durch die ehemalige
ÖVP-FPÖ-Regierung zusammengekürzten Grundwehrdienst der Fall sei.
Anstatt ewig weiter zu streiten finde man mit den Pilotprojekten
heraus "was Sache ist", indem die Diskussion auf eine aus Zahlen und
Fakten bestehende Ebene zurück geführt wird, so Kaiser. "Die
Pilotprojekte liefern Zahlen und Daten zur Rekrutierung, zu Kosten
etc. Sollte ein Berufsheer eingeführt werden, wird man sich ein
Gesamtpaket mit einer Ersatzlösung für den Zivildienst überlegen", so
Kaiser.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
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