- 23.01.2012, 12:59:01
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Pilotprojekte (2) - Die Projekte im Detail
Wien (OTS/BMLVS) - Mit den von Verteidigungsminister Norbert
Darabos initiierten Pilotprojekten wird das Österreichische
Bundesheer wichtige Erfahrungswerte in Sachen Einsatzbereitschaft,
Rekrutierung und Professionalisierung gewinnen. Das Ziel ist
eindeutig definiert: Die Anpassung der Fähigkeiten des
Österreichischen Bundesheeres an die Bedrohungen und
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Untenstehend alle wichtigen
Eckpunkte rund um die Pilotprojekte:
Projekt 1: Die Freiwilligenmiliz
In Niederösterreich und Salzburg wird jeweils eine Pionierkompanie
als Freiwilligenmiliz aufgestellt. Die Soldaten, die sich freiwillig
melden, erhalten eine Jahresprämie von 5.000 Euro und erklären sich
bereit, pro Jahr rund zwei Wochen für Übungen und erforderliche
Einsätze zur Verfügung zu stehen.
Die Aufstellung der Kompanien beginnt ab Februar und soll mit Juni
abgeschlossen sein. Ab Juli wird geübt, ab 2013 stehen beide
Kompanien für Einsätze bereit.
Projekt 2: Weniger Systemerhalter
Sechs Bundesheer-Standorte werden künftig ohne Grundwehrdiener als
Systemerhalter auskommen: das Verteidigungsministerium (Standort
Rossau), das Amtsgebäude Franz-Josefs-Kai, die
Führungsunterstützungsschule in der Starhemberg-Kaserne, das
Kommandogebäude General Körner (alle Wien), der Truppenübungsplatz
Seetaler Alpe (Steiermark) und die Khevenhüller-Kaserne (Klagenfurt).
Insgesamt sollen so pro Jahr 350 Funktionssoldaten (Ordonnanzen,
Köche, Gehilfen aller Art) eingespart werden. Diese Grundwehrdiener
können dann einer militärischen Tätigkeit bei der Truppe nachgehen.
Teile ihrer bisherigen Aufgaben werden ausgelagert, durch technische
Maßnahmen ersetzt, (z.B.: bei der Wache), oder auf Zivilbedienstete
und Lehrlinge übertragen. Die Umsetzung erfolgt ab dem zweiten
Halbjahr 2012.
Projekt 3: Der Musterverband
Beim Klagenfurter Jägerbataillon 25 werden in Zukunft ausschließlich
Berufs- und Zeitsoldaten im Einsatz sein. Bis Juli wird das Bataillon
neu strukturiert, um den Bedürfnissen eines professionellen Verbandes
erfüllen zu können. Die Rekrutierung beginnt ab sofort. Bis Anfang
2014 wird das Bataillon über eine erste Einsatzbereitschaft für
Inlandsaufgaben, ab Juli 2014 über volle Einsatzbereitschaft
verfügen. Neben den bereits heute bestehenden 150 Berufssoldaten
werden dann mehr als 350 weitere Berufs- und Zeitsoldaten eingesetzt
sein. Bis 2014 wird das Bundesheer somit auch weitere wichtige
Erfahrungswerte im Bereich der Rekrutierung sammeln.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers Tel.: 050201-1020145 mailto:[email protected] oder Kommunikation/Presse Tel: +43 664-622-1005 [email protected] http://www.bundesheer.at
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