- 19.01.2012, 15:56:50
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Schwere Verluste der Pensionskassenpensionisten 2011
Vernichtung des Pensionskapitals wird aber weiterhin vom Fachverband verniedlicht
Wien (OTS) - Der Fachverband der Pensionskassen hat heute, am 19.
Jänner 2012, seinen vorläufigen Leistungsbericht 2011 veröffentlicht.
Statt der in den Pensionsverträgen zugesagten 3,5 bis 6,5 %
Veranlagungsertrag musste ein Verlust von 3 % aus der
Kapitalveranlagung 2011 bekanntgegeben werden. Die durchschnittliche
Pensionskürzung, die gut 50.000 Pensionisten treffen soll, beträgt
laut Fachverband 5 %. Dieser Berechnungmodus ist falsch und für den
Schutzverband der Pensionskassenberechtigten in keiner Weise
nachvollziehbar, denn die Pensionskürzung muss bei einer negativen
Performance von 3% für die oben angeführten Rechnungszins-Sätze
mindestens 6,5 bis 9,5% brutto(!) betragen.
Die in Aussendungen der Pensionskassen schon schriftlich
angekündigten massiven Kürzungen bewegen sich meist darüber. Damit
sind die Pensionen vielfach bereits unter die Hälfte der ursprünglich
vereinbarten Höhe gesunken. Nicht gesagt wurde, dass diejenigen
Pensionisten, die 2012 keine Kürzung erfahren sollen, in Verträgen
sind, in denen der Arbeitgeber die Veranlagungsverluste der
Pensionskassen selbst ersetzen muss. Der Versuch des Fachverbands,
mit willkürlich gewählten Zahlen an die Neidgenossenschaft des Landes
zu appellieren, wird immer unverschämter: Die "alten Sonderverträge"
des Herrn Janda sind in Wirklichkeit rund 50% der aktuellen 800.000
Pensionskassenopfer. Mit einer Handvoll von Spitzenverdienern unter
den Pensionskassenbetroffenen (lt. Janda 1,6% der Betroffenen),
ehemaligen Generaldirektoren und Ä. zu operieren, ist der Gipfel der
Geschmacklosigkeit gegenüber der breiten Masse, deren
Pensionsansprüche nicht mehr als durchschnittlich 400 Euro (ab 2012
nur mehr 350) betragen.
Die abermaligen Pensionsverluste sind vor dem Hintergrund einer
über 3 % gestiegenen Inflationsrate der Offenbarungseid für das
Versagen der unter falschen Voraussetzungen mit zu wenig Kapital und
zu schwachem Personal geschaffenen Pensionskassenlösung. Die soeben
dem Nationalrat vorgelegte Novelle des Pensionskassengesetzes
unternimmt aber trotzdem nichts zur Sanierung der voranschreitenden
Enteignung hunderttausender im Pensionskassensystem hilf- und
schutzlos gefangener Berechtigter.
Die Website www.stoppdempensionskassenflop.at scheint wirklich der
letzte Ausweg für 800.000 Betrogene zu sein.
Rückfragehinweis:
Günter Braun
Pressesprecher des Pekabe-Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 111 58 699
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