- 19.01.2012, 13:55:59
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Grüne Wien/Hebein zu Kinderheimen: Völlige Aufklärung und Hilfe statt parteipolitscher Abrechnung
ExpertInnen der Kommissionen sollen jetzt ohne Zurufe aus der Politik arbeiten
Wien (OTS) - Die FPÖ zerstört erneut die dringend notwendige
Debatte über die Aufarbeitung der massiven Vorwürfe im Zusammenhang
mit Kindesmissbrauch in Wiener Heimen. Es braucht völlige Aufklärung
und Hilfe statt parteipolitischer Abrechnung und mieser
Unterstellungen", so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit
Hebein. "Der FPÖ geht es nicht um die Opfer der Missbrauchsfälle. Die
FPÖ benützt die Opfer und will nur politisches Kleingeld aus den
Schicksalen der Menschen schlagen", so Hebein.
Die Stadt Wien unterstützt die Aufklärung der Vorfälle in Wiener
Kinderheimen. Eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von
Barbara Helige arbeitet an der Aufklärung der Vorfälle, bis 2012
sollen alle Einzelschicksale behandelt werden. Wien hat mit dem
Weißen Ring eine unabhängige Institution zur psychologischen
Betreuung und zur Abwicklung von finanziellen Entschädigungszahlungen
betraut. Der Opferfonds wurde inzwischen auf 8,8 Millionen Euro
angehoben. Eine Historikerkommision wird die Zustände der Heime
aufarbeiten. Die ersten Ergebnisse werden im Frühjahr präsentiert,
anschließend sollen diese politisch bewertet werden. "Bis dahin
sollen die ExpertInnen ohne Zurufe aus der Politik in Ruhe arbeiten
können", betont Hebein.
"Darüberhinaus ist es Aufgabe der Staatsanwaltschaft und nicht der
FPÖ, die Täter von Kindesmissbrauch ausfindig zu machen und in Folge
zur Verantwortung zu ziehen", so Hebein. Die Stadt Wien bereitet
bereits eine Enquete mit ExpertInnen aus Traumaforschung, Forensik
und Polizei vor, um die Frage der Verjährung im Straf- und Zivilrecht
zu überprüfen.
"Die FPÖ ist vor allem durch die Forderungen nach Strafcamps und
Schnupperhaft für Jugendliche sowie durch den Ruf nach mehr Disziplin
aufgefallen. Damit stellt sich die FPÖ auf Seiten der schwarzen
Pädagogik und der Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen.
Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen", so
Hebein abschließend.
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