- 19.01.2012, 13:45:39
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Gedenkwoche gegen Rassismus - Bayr unterstützt Plattform und fordert aktives Gedenken
Gesellschaft muss kollektive Verantwortung für die österreichische Geschichte übernehmen
Wien (OTS/SK) - "Es darf niemals vergessen werden, zu welchen
Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten mörderische Regime in der
Lage sind", sagte SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr bei der
Auftakt-Pressekonferenz zur Gedenk- und Erinnerungswoche "Erinnern
und Zeichen setzen!" heute, Donnerstag, im Palais Epstein. In diesem
Zusammenhang begrüßt Bayr ausdrücklich, dass Verteidigungsminister
Norbert Darabos Bundesheer-Angehörigen in Uniform die Teilnahme am
rechtsextremen WKR-Ball verboten hat - der heuer das letzte Mal in
der Hofburg stattfindet. ****
Die Plattform "Jetzt Zeichen setzen!" veranstaltet am
Holocaust-Gedenktag eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus und den
WKR-Ball. Dass bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ
Auschwitz-Birkenau am Heldenplatz erstmals der Weiheraum für die
Opfer des österreichischen Freiheitskampfes geöffnet wird, um dort
einen Kranz niederlegen zu können, ist für die
SPÖ-Nationalratsabgeordnete "ein Sieg der Demokratie".
Bayr rief dazu auf, kollektiv Verantwortung für die österreichische
Geschichte zu übernehmen. Mit zivilgesellschaftlichem Engagement
müsse Österreich zu einem Raum gemacht werden, in dem Intoleranz,
Sexismus, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen keinen Platz
haben. "Aktives Gedenken und Kampf gegen Ungerechtigkeit ist
vonnöten", betonte die SPÖ-Nationalratsabgeordnete.
Für Unmut sorgt der rechtsextreme WKR-Ball, der heuer ausgerechnet am
Holocaust-Gedenktag der UNO am 27. Jänner stattfindet. Trotz der
Kritik am WKR-Ball hat FP-Chef Strache gestern verkündet, dass er
persönlich für den Fortbestand des Balles garantieren werde. Bayr
machte darauf aufmerksam, dass man an Straches Verhalten sehen kann,
"für welche Werte die FPÖ steht".
Vom 20. bis 28. Jänner veranstaltet die Plattform "Jetzt Zeichen
setzen!" eine Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus,
Antisemitismus und Rechtsextremismus, um der Opfer des
Nationalsozialismus zu gedenken. 59 Organisationen aus der
Zivilgesellschaft - darunter SPÖ, SJÖ, ÖGB und das Mauthausen Komitee
Österreich - beteiligen sich an der Gedenk- und Aktionswoche.
SERVICE: Alle Veranstaltungen sowie weitere Informationen finden sich
auf der Webseite der Plattform unter www.jetztzeichensetzen.at.
(Schluss) cs/ah
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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