- 18.01.2012, 13:42:48
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"Plodar": BZÖ-Huber: SPÖ und ÖVP unterstützen deutsche Sprachinsel nicht
"Wegen des Erhalts der österreichischen bzw. Tiroler Kultur, wäre ein österreichisches Engagement dringend notwendig"
Wien (OTS) - Im Nationalrat wurde heute ein vom Osttiroler
BZÖ-Abgeordneten Gerhard Huber eingebrachter Entschließungsantrag für
eine Unterstützung der deutschen Sprachinseln in Oberitalien von SPÖ
und ÖVP abgelehnt. Huber forderte die Bundesregierung auf, den
Bewohnern der deutschen Sprachinseln im oberitalienischen Raum -
insbesondere den Einwohnern von Sappada - den Zugang zu
österreichischen elektronischen Medien zu ermöglichen. "Überdies muss
der österreichische Außenminister mit den für das Schul- und
Bildungswesen zuständigen Stellen in Italien Kontakt aufnehmen, um in
den genannten Regionen einen deutschsprachigen Unterricht zu
gewährleisten", forderte Huber.
"Im oberen Piavetal siedelten sich bereits im elften bis dreizehnten
Jahrhundert - aller Voraussicht nach aus dem heutigen Osttirol
(Innervillgraten) kommend - die ersten Bewohner, genannt "Plodar", in
der Gegend rund um den heutigen Ort Sappada bzw. Plodn an.
Nach einigen Phasen der Abwanderung der heimischen Bevölkerung aber
auch der Zuwanderung durch ausschließlich italienisch sprechende
Personen, wird in den letzten Jahren wieder verstärkt die für die
Region so eigentümliche Mundart gepflegt. Leider mangelt es in vielen
Bereichen am Zugang insbesondere zu deutschsprachigen Medien",
erklärte Huber.
Nicht nur auf Grund der Abstimmung, sondern auch der geographischen
Nähe zu Österreich sei gerade der Kontakt zu österreichischen Medien
ein wichtiges Element für den Erhalt dieser mittelhochdeutschen
Mundart. "Diese Minderheiten fühlen sich vom italienischen Staat in
Ausübung der deutschen Sprache diskriminiert und würden sich daher
von Österreich wesentlich mehr Unterstützung erwarten. Nicht zuletzt
im Sinne der Notwenigkeit des Erhalts der österreichischen bzw.
Tiroler Kultur, wäre ein österreichisches Engagement in diesen
Regionen dringend notwendig", betonte Huber.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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