• 16.01.2012, 17:00:34
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Der tägliche Fasching"

Kärnten ist uns lieb und wert. Und teuer. Mit Politikern, die keiner ernst nimmt.

Wien (OTS) - Wenn demnächst die Steuern erhöht werden und
Österreich nicht mehr ein Hochsteuerland, sondern ein
Höchststeuerland sein wird, dann darf auch das Land Kärnten wieder
in den großen Steuertopf greifen. Das freut uns besonders, weil ja
Kärnten ohnehin für rund 18 Milliarden Euro aus der Hypo-Affäre
haftet, die es nie aufbringen könnte. Und der dortige Landeshauptmann
braucht auch wieder grüne Scheine, die er nach Gutsherrenart
verteilen wird.
ÖVP-Obmann Seppi Martinz konzentriert sich in der Zwischenzeit auf
den Prozess, der ihm droht, weil ein Steuerberater sechs Millionen
Euro kassieren durfte. Was war dessen Leistung wirklich wert? Circa 3
Prozent davon. Klingt also nach Untreue, über die demnächst
verhandelt werden soll. Aber Martinz tritt sozusagen nur
vorübergehend als Landesrat zurück, was nach allen Regeln der
Verfassung zumindest sonderbar klingt.
Der in 1. Instanz zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilte Uwe
Scheuch blieb im Amt. Er wollte Geld für eine Staatsbürgerschaft,
"part of the game."
So finanzieren wir Tag für Tag einen Villacher Fasching, der schon
einen Abend lang schwer zu ertragen ist.
Aber solange wir Double A haben, wollen wir uns das leisten.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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