- 16.01.2012, 15:45:41
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AKNÖ: Standard & Poors warnt selbst vor überzogenen Sparmaßnahmen
Wien (OTS/AKNÖ) - Überraschendes bringt die Standard & Poors
Analyse zu Tage, die derzeit für Aufsehen sorgt hatte. Die
Niederösterreichische Arbeiterkammer empfiehlt allen, die sich jetzt
auf härtere Sparmaßnahmen einschießen, den Text des Berichtes genau
zu lesen.
Warnung vor Kaufkraftverlust - Wachstums- und
Beschäftigungsimpulse notwendig
In der Standard & Poors-Bewertung finden sich Positionen, die sich
mit denen der Arbeitnehmer-Interessenvertretung weitgehend decken: So
warnt die Ratingagentur vor überzogenen Sparmaßnahmen. So sollten
keine Maßnahmen ergriffen werden, die die Masseneinkommen senken und
damit die Inlandsnachfrage dämpfen. Gerade die Inlandsnachfrage ist
für das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre eine wichtige Stütze,
sagt sogar Standard & Poors in seiner Analyse.
"Dem ist aus ArbeitnehmerInnensicht nichts hinzuzufügen", sagte
AKNÖ-Wirtschaftsexperte Dr. Jürgen Figerl.
Die Niederösterreichische Arbeiterkammer sieht sich daher in vielen
Aspekten in ihrer Haltung bestätigt: Vorrang für Wachstum und
Beschäftigung, weiter in Bildung, Forschung und Kinderbetreuung
investieren und für mehr Steuergerechtigkeit sorgen. Bei
vermögensbezogenen Steuern hinkt Österreich in Europa hingegen noch
immer nach.
Gleich einen ganzen Absatz widmet Standard & Poors der
österreichischen Wirtschaft und streut ihr Rosen: "Die Wirtschaft ist
wohlhabend und in hohem Maße wettbewerbsfähig". Für die AKNÖ
"eigentlich der Beweis, dass Österreich sehr gut durch die
Krisenjahre durch gesteuert ist und die gut ausgebildeten
ArbeitnehmerInnen sehr viel zur Wohlstandsvermehrung beigetragen
haben, von der sie selbst jedoch bisher wenig gesehen haben".
Umso unverständlicher ist aus Sicht der AKNÖ die Herabstufung. Jürgen
Figerl: "Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Budgetstabilisierung
wurden gar nicht abgewartet. Standard & Poors kann daher gar nicht
wissen, wie sich der Stabilisierungspfad des Budgets auf Wachstum und
Beschäftigung auswirken wird."
Rückfragehinweis:
AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1200
mailto:[email protected]
http://noe.arbeiterkammer.at
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