ÖBB und Microsoft auf dem Weg zum papierlosen Zugverkehr
Neues, innovatives Lokführer Informationssystem TIM auf modernsten europäischen Standards
Wien (OTS) - Im Zuge eines mehrjährigen Rahmenvertrages zwischen
ÖBB und Microsoft Österreich wurde eine strategische Partnerschaft
geschlossen. Die ÖBB setzt zukünftig bei rund 25.000 Arbeitsplätzen
auf eine differenziertere und somit bedarfsgerechte Ausstattung von
Microsoft. Dadurch wird eine Optimierung der internen
IT-Support-Prozesse bei der ÖBB möglich. Gemeinsam mit dem neuen,
klaren Lizenzmanagement, einem Enterprise Architekten und
Innovationsprojekten werden mittelfristig deutliche Einsparungen von
mehr als acht Millionen EUR angestrebt. Gleichzeitig setzt die ÖBB
bei der Entwicklung neuer IT-Lösungen auch auf Microsoft Technologie.
Eines der ersten Projekte ist das innovative, neue ÖBB Lokführer
Informationssystem TIM (Triebfahrzeugführer
Informations-Managementsystem). Es macht die Arbeit und Kommunikation
der Lokführer in Zukunft nahezu papierlos - und damit effizienter,
sicherer und schneller.
Die ÖBB setzt zukünftig auf differenziertere Anwender-Ausstattung
der Arbeitsplätze auf Basis von Microsoft Software. Ein Microsoft
Enterprise Architekt identifiziert und entwickelt gemeinsam mit dem
ÖBB Management strategische IT Projekte. Themen sind hier u.a. die
Neugestaltung der PC-Arbeitsplätze, die Nutzung von Unified
Communication, zentrales Management und Betreuung der Clients, und
eine standardisierte Entwicklungsumgebung von Lösungen auf Basis von
Microsoft Technologien. Die Konsolidierung aller genutzten Lizenzen
der ÖBB Unternehmensgruppe und die Einführung eines klaren
Lizenzen-Managements schaffen Kostenvorteile. Insgesamt spart sich
die ÖBB durch diese Maßnahmen mehr als 8 Millionen EUR über die
Vertrags-Laufzeit.
"Moderne IT und Software-Lösungen sind ein zentraler Erfolgsfaktor
für die tägliche Arbeit der ÖBB", so Franz Seiser, Vorstandsdirektor
ÖBB-Holding AG. "Im Rahmen des Konzernprojektes 'IT-neu' haben wir
uns Einsparungen von 50 Millionen EUR bis 2016 vorgenommen. Allein im
letzten Jahr wurden 20 Millionen EUR gespart. Auch bei unserer
Partnerschaft mit Microsoft setzen wir auf Einsparungen - bei
gleichzeitigem Fokus auf innovative Lösungen für die Zukunft. Wir
arbeiten weiterhin mit Microsoft, da wir bei einem optimalen
Kosten-Nutzen-Verhältnis zusätzlich die einfache Anwendbarkeit durch
die gewohnte Office-Umgebung bekommen. Die enge Zusammenarbeit
ermöglicht uns effizienter zu arbeiten und - abseits vom Büro-Umfeld
- unseren Kunden durch kontinuierliche Innovation ein noch besseres
Service zu bieten."
Fahrplan wird für Lokführer digital - neues Triebfahrzeugführer
Informations-Management-System
Eines dieser Innovationsprojekte ist TIM (Triebfahrzeugführer
Informations-Managementsystem). Unter dem Schlagwort "papierloser
Triebfahrzeugführer" werden zukünftig dem Triebfahrzeugführer nahezu
alle erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form bereitgestellt.
Ein elektronisches Datensystem ersetzt die derzeitigen Unterlagen.
Konkret verwendet jeder Lokführer ein Convertible Notebook, auf dem
auf Basis von Windows 7 die TIM Applikation läuft. Diese wurde mit
Microsoft .NET programmiert.
In Zukunft werden Buchfahrpläne, Beschreibungen der Fahrzeuge,
Regelwerke und Dienstpläne dem Triebfahrzeugführer auf einem Notebook
zur Verfügung stehen. Außerdem haben die Mitarbeiter Zugriff auf
Unternehmens-News, E-Mails und das ÖBB-Intranet. Auch die
Übermittlung von Meldungen durch den Triebfahrzeugführer wird
erleichtet und beschleunigt. Die TIM-Software stellt dazu ein
Meldebuchformular bereit, das die Meldung direkt in die Serversysteme
zur Weiterverarbeitung übermittelt. Der Datenabgleich zwischen den
Notebooks und den ÖBB-Serversystemen erfolgt via Mobilfunkverbindung
über eine im Gerät verbaute A1-SIM-Karte. Mit einem erfolgreichen
Datenabgleich ist gewährleistet, dass der Triebfahrzeugführer alle
gültigen Fahrpläne, sowie die laut Sicherheitsmanagement derzeit
gültigen Regelwerke jederzeit auf seinem Notebook zur Verfügung hat.
Die abgerufenen Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und
können jederzeit (auch ohne Onlineverbindung) aufgerufen werden. Die
Darstellung des elektronischen Buchfahrplans ist nach der neuen
UIC-Norm gestaltet und ermöglicht sowohl eine zeitgesteuerte
Weiterschaltung des Fahrplans, als auch eine manuelle
Weiterschaltung.
"Das neue ÖBB-System TIM auf Basis von Microsoft .NET ist ein
beeindruckendes Beispiel für die Innovationskraft unserer Plattform",
erklärt Petra Jenner, Geschäftsführerin Microsoft Österreich. "Damit
wird die Kommunikation der Lokführer in Zukunft effizienter und
sicherer. Wir freuen uns, dass die ÖBB bei ihren
Innovationsprojekten, als auch bei ihren IT-Arbeitsplätzen weiterhin
auf Microsoft setzt. Gemeinsam arbeiten wir an der Arbeit der Zukunft
bei der ÖBB."
Das Projekt TIM wurde in den letzten Monaten von ÖBB Produktion
GmbH, ÖBB-IKT GmbH und Microsoft gemeinsam mit dem Microsoft Partner
vorbereitet. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 erfolgte die
flächendeckende Ausrüstung mit 4.500 Notebooks sowie die Schulung
aller Triebfahrzeugführer. Derzeit läuft das System flächendeckend im
Probebetrieb. Der Produktivbetrieb ist im Laufe des 1. Quartals 2012
vorgesehen.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit konzernweit rd. 42.500 MitarbeiterInnen (inkl. Lehrlinge
44.125) und Gesamterträgen von rd. 6,1 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern
ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2010 wurden von
den ÖBB 460 Mio. Fahrgäste und 132,9 Mio. Tonnen Güter transportiert.
Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Die Microsoft Österreich GmbH ist eine Tochtergesellschaft der
Microsoft Corporation/Redmond, U.S.A., des weltweit führenden
Herstellers von Standardsoftware, Services und Lösungen. Seit 1991
ist Microsoft mit einer eigenen Niederlassung in Wien vertreten, seit
2006 verfügt das Unternehmen zudem mit Vexcel Imaging über eine
F&E-Niederlassung in Graz. An beiden Standorten beschäftigt Microsoft
insgesamt rund 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ziel ist es,
gemeinsam mit mehr als 5.000 heimischen Partnerunternehmen, Menschen
und Unternehmen zu ermöglichen, durch Software ihr volles Potenzial
auszuschöpfen.
Bilder unter www.microsoft.com/austria/presse und http://fotodienst.pressetext.com/album/2888.
Microsoft Österreich GmbH
Thomas Lutz
Am Europlatz 3,
1120 Wien
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Mobil: 0664/617 15 11
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