- 12.01.2012, 09:40:51
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WKÖ-Fachverband UBIT fordert moderne Berufsrechte für Bilanzbuchhalter
UBIT-Obmann Harl: "Die aktuelle Berufseinschränkung schadet der heimischen Wirtschaft"
Wien (OTS/PWK015) - Bilanzbuchhalter werden durch die derzeit
bestehenden Einschränkungen in den Berufsrechten bei der Ausübung
ihres Berufes massiv behindert: Das Erstellen und Übermitteln von
Steuererklärungen an das zuständige Finanzamt ist ihnen nach
aktueller Gesetzeslage untersagt. In der Praxis bedeutet das, dass
Bilanzbuchhalter zwar die Vorarbeit leisten, ihre Arbeitsergebnisse
aber nicht an das zuständige Finanzamt übermitteln dürfen.
"Hochqualifizierten Bilanzbuchhaltern dieses Recht abzusprechen, wie
dies die Kammer der Wirtschaftstreuhänder tut, ist nicht einzusehen.
Es schadet der heimischen Wirtschaft und ist so, als würde ein Arzt
zwar die Untersuchung durchführen dürfen, müsste die Erstellung des
Befundes aber jemand anderem überlassen", erklärt Alfred Harl, Obmann
des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT
(UBIT), die Problematik der fehlenden Berufsrechte, die aktuell nur
Steuerberatern vorbehalten sind.
Bilanzbuchhalter sind persönliche Partner heimischer KMU
Viele kleinere und mittlere Betriebe profitieren heute bereits von
den Vorteilen des ausgelagerten Rechnungswesens und wollen
durchgehend von einem Ansprechpartner betreut werden. Zahlreiche
Bilanzbuchhalter kommen regelmäßig in den Betrieb, kennen die
täglichen Abläufe und stehen dort als persönliche Partner für
Buchhaltung und Bilanzierung zur Verfügung. Ein weiterer
Ansprechpartner bedeutet höheren Zeitaufwand, mehr Administration und
unnötige Zusatzkosten.
Wirtschaft profitiert von modernem Berufsrecht
Durch die fehlenden Berufsrechte ist es heimischen
Bilanzbuchhaltern allerdings nicht möglich, auch die Steuererklärung
zu erstellen und an das zuständige Finanzamt zu übermitteln. Und das
obwohl Bilanzbuchhalter eine rund 6jährige Ausbildung mit höchst
anspruchsvollen Prüfungen absolvieren und die gesetzliche
Weiterbildungsverpflichtung der Buchhaltungsberufe erfüllen. "Wir
fordern daher, dass Bilanzbuchhalter ihre Klienten nicht nur beraten,
sondern ihre Arbeitsergebnisse auch an das zuständige Finanzamt
übermitteln dürfen", so Harl weiter. "Mit dieser Maßnahme, die schon
seit langem ein offener Entscheidungspunkt ist, werden heimische
Klein- und Mittelbetriebe finanziell und bürokratisch entlastet und
das kommt dem Wirtschaftsstandort Österreich und seinen Unternehmen
zu Gute."
Der Fachverband Unternehmensberatung und IT
Mit knapp 54.000 Mitgliedern gehört der Fachverband
Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten
Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die
Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen
Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr.
Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem
Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder
können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch
nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at (JR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
Mag. (FH) Christina Lukesch
Tel.: 05 90 900-4920
E-Mail: [email protected]
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