• 10.01.2012, 17:00:40
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"KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Die Notbremse ziehen!"

Jetzt ist Niko Pelinka als Büroleiter des ORF-Chefs endgültig untragbar.

Wien (OTS) - Das ist hoffentlich der letzte Puzzlestein in einem
unrühmlichen, entlarvenden Spiel auf dem Rücken vieler
ORF-Journalisten: Niko Pelinka, der vorgesehene Büroleiter von
Generaldirektor Wrabetz, ruft in einem Mail zu einer "fraktionellen
Besprechung" des SPÖ-Freundeskreises im Stiftungsrat samt Diskussion
über seine eigene Nachfolge auf. Der guten Ordnung halber schickte
er dieses in Kopie gleich an die SPÖ-Spitzenfunktionäre Laura Rudas
und Josef Cap.
Vom KURIER damit konfrontiert, versucht er zu beschwichtigen: Das sei
ganz normal (siehe Seite 30).
Normal? Aber nur dann, wenn man die unerträglichen
Politbesetzungen auf dem Küniglberg auch als normal empfindet.
Jedenfalls sind sie traurige Realität.
Mit diesem Mail ist bewiesen: Pelinka ist im ORF-Stiftungsrat
immer noch im Hintergrund aktiv - auch wenn er betont, nie
Parteifunktionen ausgeübt zu haben. Er will über seinen Nachfolger
mitdiskutieren - anstatt sich, wie es selbstverständlich sein sollte,
diesbezüglich zu enthalten. Und das Treffen soll allen Ernstes im
Klubvorstandszimmer der SPÖ im Parlament stattfinden.
Pelinkas Berufung vom Vorstandszimmer ins Vorzimmer der ORF-Macht
war von Anfang an eine Brüskierung, eine Chuzpe. Jetzt sollte sie
unmöglich sein.

Rückfragehinweis:
KURIER, Kulturredaktion
Tel.: (01) 52 100/2722

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