- 10.01.2012, 13:59:52
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Strompreis muss sinken: Wirtschaftskammer fordert Weitergabe von niedrigeren Großhandelspreisen an Endkunden
Nun soll Regulierungsbehörde Wettbewerb am Strommarkt ankurbeln - Preisvergleiche helfen sparen
Wien (OTS/PWK010) - Die Energieallianz für Ostösterreich (Wien
Energie, EVN, BEWAG) hat mit 1. Jänner im Zug einer kleineren
Strompreissenkung die gesunkenen Ökostromkosten an die Endkunden
weitergereicht. "Es ist erfreulich, dass mit dieser Preissenkung dem
sogenannten Körberlgeld ein Ende gemacht wird, jedoch hat die
Energieallianz nach einer massiven Preiserhöhung Ende 2008 die darauf
folgenden Preissenkungen am Großhandelsmarkt nicht an die Endkunden
weitergegeben", so Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer
Österreich. Zum Vergleich: Der steirische Landesenergieversorger
kündigt eine Erhöhung von rund 10 % auf den reinen Strompreis für den
1. Februar an - allerdings liegt der Strompreis auch dann immer noch
unter dem Preis der Energieallianz.
"Tatsache ist, dass seit der Strompreisspitze 2008/2009 die
Strom-Großhandelspreise europaweit massiv gesunken sind. An den
Klein- und Mittelbetrieben gehen diese Preissenkungen größtenteils
vorbei. Dies ist für mich ein Zeichen von nach wie vor zu geringem
Wettbewerb", kritisiert Präsident Leitl, dass gesunkene
Großhandelspreise am Strommarkt keine Auswirkungen auf die
Endkunden-Preise haben: "Die Wirtschaft fordert vehement, dass
niedrigere Großhandelspreise und Kostensenkungen am Strommarkt an die
Endkunden weitergegeben werden."
Die gesamte heimische Wirtschaft ist auf einen funktionierenden
Wettbewerb mit alternativen Angeboten im österreichischen Strommarkt
für die Absicherung des Wirtschaftsstandortes angewiesen. Das gilt
für die energieintensiven Großkunden ebenso wie für die Klein- und
Mittelbetriebe.
Eine Verbesserung der Wettbewerbssituation ist durch die im März
2011 in Kraft getretene Novelle zum ElWOG und E-Control-Gesetz zu
erwarten. "Mit den zusätzlichen Kompetenzen und erweiterten
Möglichkeiten kann die Regulierungsbehörde bestehende Probleme
angehen und alle notwendigen Maßnahmen zur Belebung des Wettbewerbs
ergreifen", betont Präsident Leitl.
Preisvergleiche helfen sparen
Als ersten Schritt zur Unterstützung österreichischer Betriebe bei
der Auswahl des günstigsten Energieversorgers gibt es seit Anfang
Jänner auf der Homepage der Energie Control Austria, neben dem
Tarifkalkulator, ein neues Online-Tool
(www.e-control.at/kmu-energiepreis-check), von dem die heimischen
Klein- und Mittelbetriebe ab sofort profitieren können. "Diese nach
dem Prinzip "Kunden informieren Kunden" funktionierende Initiative
ist sehr positiv, da damit mittelständische Unternehmen erstmalig
abschätzen können, in welcher Bandbreite sich die Energiepreise in
ihrer Branche bewegen", so Präsident Leitl abschließend. (RH)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Mag. Cristina Kramer
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-4222
mailto:[email protected]
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