Das Sternsingen: Lokales Brauchtum mit globaler Wirkung

Wien (OTS) - Die Kinder und Jugendlichen von heute seien verwöhnt und egoistisch, heißt es immer wieder. Stimmt gar nicht: 85.000 Sternsinger/innen beweisen das Gegenteil. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, jährlich rund 500 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt.
Die Sternsingeraktion 2012 läuft noch bis zum 08.01.2012.

Das Einzigartige an der Sternsingeraktion ist der beeindruckende Einsatz von jungen Menschen. In ihren Weihnachtsferien legen 85.000 Kinder Spielkonsolen, Ski und Spielzeug zur Seite und setzen sich für Humanität und Nächstenliebe ein. Wenn man einen durchschnittlichen Zeitaufwand von 20 Stunden zu Grunde legt, wenden die Sternsinger/innen in den zwei Wochen nach Weihnachten rund 1, 7 Millionen Stunden für die gute Sache auf. Dazu kommen noch 600.000 Stunden der 30.000 Jugendlichen und Erwachsenen, die Caspar, Melchior & Balthasar tatkräftig unterstützen. Die Sternsingeraktion ist so ein wichtiger Beitrag zu einer solidarischen Gesellschaft, die über den Tellerrand der nationalen Grenzen hinaus blickt. Junge Menschen setzen sich weltweit gegen Armut und Ausbeutung ein und erfahren, dass sie auf dieser Welt gemeinsam etwas bewegen können.

Facts & Figures zum Brauch des Sternsingens

Die biblischen "Magier aus dem Morgenland" waren wahrscheinlich Sterndeuter am Hof in Mesopotamien. Ihren astronomischen Berechnungen nach erwarteten sie ein Heilsereignis mit Bedeutung für alle Völker der Erde.

Der Stern von Bethlehem könnte ein Zusammentreffen der Planeten Saturn und Jupiter im Sternbild der Fische gewesen sein. Die Sternenkonstellation, die den Weisen den Weg wies, soll erst im Jahr 2238 wieder stattfinden.

Gold, Weihrauch und Myrrhe zählten damals zu den kostbarsten Handelsgütern und waren königliche Geschenke.

Caspar ("Schatzmeister"), Melchior ("Mein König ist Licht") und Balthasar (Schütze sein Leben") wurden erst im 5.Jhdt. durch die Überlieferung zu den "Heiligen Drei Königen".

20-C+M+B-12 schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide an die Tür. Es bedeutet "Christus mansionem benedicat", übersetzt "Christus segne dieses Haus.

Im Mittelalter wurden die Heiligen Drei Könige bei Krankheit, Feuer oder Diebstahl angerufen. Ihrer beschwerlichen Reise wegen wurden sie auch als Schutzpatrone der Reisenden verehrt.

Von Köln aus - die angeblich von Kaiserin Helena (255-330) aufgefundenen Gebeine der Heiligen Drei wurden 1164 von Mailand nach Köln gebracht - verbreiteten sich Dreikönigsspiele im ganzen Abendland.

Zur Wintersonnenwende und zum Jahreswechsel sollten auch die Drei Heiligen Könige die bösen Geister bannen und für das ganze Jahr Segen bringen.

Seit dem Winter 1954/55 hat die Katholische Jungschar das traditionelle Brauchtum mit solidarischem Engagement für Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika kombiniert. Seit den Anfängen wurden insgesamt mehr als 310 Mio. Euro für notleidende Mitmenschen ersungen.

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+ Laufende Informationen rund um die Sternsingeraktion unter www.sternsingen.at

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