"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Ideen statt Parolen"

Neue Steuern kann jeder erfinden, wir wollen jetzt Ideen für eine neue Struktur.

Wien (OTS) - Österreich ist ein Hochsteuerland. Man kann es nicht oft genug sagen, angesichts des täglichen Wettbewerbs, neue Steuern zu erfinden. Das heißt noch nicht, dass die Steuerlast auch gerecht verteilt ist. Eine aktuelle Studie zeigt wieder einmal, dass die Einkommen bei uns zu hoch, Vermögen hingegen eher gering besteuert sind, auch der zweite Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent ist eher niedrig (siehe Seite 3).
Im Rahmen einer vernunftgesteuerten Debatte könnten die bewährten Beamten des Finanzministeriums berechnen, wie man Vermögenssteuern ansetzen und Steuersätze verschieben könnte. Aber die Politik will ja noch immer keine vernünftigen Lösungen, sondern emotionale Schlagzeilen produzieren. "Schröpft die Reichen" schreien die einen, "Rettet Omas Häuschen" flehen die anderen. Am Ende wird die Regierung streiten und verlieren, und wir alle werden mehr zahlen. Finanzministerin Maria Fekter aber hat eine grundsätzliche Reform versprochen, ein Steuersystem, das den Bürgern mehr als den Steuerberatern hilft. In den Schubladen des Ministeriums liegen die Berechnungen, wie sich einzelne Maßnahmen auswirken würden. Die Steuerzahler haben ein Recht auf eine sinnvolle Steuerreform. Jetzt zählen keine Ausreden mehr.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0001