Feinstaub 2011

Wien (OTS) - Die Feinstaub-Belastung war 2011 ähnlich hoch wie 2010, wie vorläufige Daten des Umweltbundesamt zeigen. "Weitere Maßnahmen sind in Zukunft notwendig, um die Feinstaubbelastung weiter zu senken und die Grenzwerte einzuhalten", erklärt Jürgen Schneider, Leiter des Bereichs Wirtschaft & Wirkung im Umweltbundesamt.

2011 wurden die höchsten Werte von Ende Jänner bis Anfang März sowie im November registriert. Ähnlich hohe Feinstaub-Konzentrationen wie 2011 wurden 2010 registriert mit Höchstwerten im Jänner, Februar und Dezember. Deutlich niedriger hingegen fiel die PM10-Belastung in den Jahren 2007 bis 2009 aus. Verglichen mit den Jahren 2003, 2005 und 2006 war die Feinstaub-Konzentration 2011 hingegen geringer.

Die Schwankungen sind in erster Linie auf meteorologische Verhältnisse zurückzuführen, die vor allem im Winter die Anreicherung von Feinstaub beeinflussen. Ausschlaggebend ist das Auftreten länger anhaltender Hochdruckwetterlagen, die für ungünstige Ausbreitungsbedingungen sowie für die Akkumulation von PM10 über mehrere Tage, fallweise mehrere Wochen verantwortlich sind. Kommt es bei Hochdrucklagen zu Wind aus Nordost bis Südost, so wird Feinstaub oft mit dem Ferntransport aus Osten mittransportiert.

Verursacher und Maßnahmen zur Emissionsreduktion

Zu den Hauptverursachern von PM10 zählen der Verkehr, der Hausbrand und die Industrie. Beim Verkehr ist ein Großteil auf Diesel-Kfz und der Aufwirbelung von Straßenstaub zurückzuführen. Beim Hausbrand sind insbesondere alte, mit Holz oder Kohle betriebene Einzelöfen für hohen Feinstaubausstoß verantwortlich. Im Bereich Industrie stammt ein wesentlicher Teil in den Städten aus der Bauwirtschaft, lokal auch aus industriellen Prozessen.

Um die Feinstaub-Belastung zu reduzieren, wurden in den letzten Jahren Maßnahmen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene gesetzt, wie zum Beispiel die Förderung von Partikelfilter für Diesel-KfZ, Tempolimits, Umrüstung kommunaler Flotten oder auch zeitlich begrenzte lokale Fahrverbote.

Geregelt sind die Grenzwerte für Feinstaub im Immissionsschutzgesetzt-Luft (IG-Luft). Dieses Bundesgesetz sieht die Umsetzung von Luftreinhalte-Maßnahmen durch die Landeshauptleute vor. Diese sind verpflichtet, zunächst eine Statuserhebung zu erstellen, in der die Verursacher der Grenzwertüberschreitungen eruiert werden. Die Statuserhebung bildet die Grundlage für die daraus resultierenden Maßnahmenprogramme und -verordnungen, die von den Landeshauptleuten erstellt bzw. erlassen werden.

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