Neues Volksblatt: "Wozu Niko?" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Jänner 2012

Linz (OTS) - Gemeinhin heißt es ja, die SPÖ schicke den smarten Jungstar Pelinka als Polit-Kommissär in das Vorzimmer von ORF-Chef Wrabetz. Dass dieser nicht erst seit seiner Wiederwahl am roten Gängelband durch die Gegend marschiert, ist nichts Neues. Wenn ihn die SPÖ-Granden dennoch unter Kuratel eines 25-Jährigen stellen, ist das nicht gerade ein Vertrauensbeweis an die Adresse von "Super-Alex".
Doch hat Niko P. überhaupt etwas zu tun? Wer die Berichterstattung um die Eurofighter-Posse genauer verfolgt hat, kann diese Frage mit Nein beantworten. Dass der SPÖ-Geschäftsführer seinem SPÖ-Verteidigungsminister ausrichtet, er soll die Luftraumüberwachung privatisieren, und der Verteidigungsminister mit seinem Konter an den Parteifreund allein auf weiter Flur bleibt, sagt viel über den Zustand der SPÖ. Doch was macht der ORF daraus? Mittags-ZIB am Montag: 24 Sekunden Wortmeldung, ZIB-1: 23 Sekunden Wortmeldung, ZIB-2: 15 Sekunden Wortmeldung. Dafür darf sich einen Tag später ÖVP-Chef Spindelegger breiter kritischer Berichterstattung über den Widerstand gegen seinen Vorschlag eines Aufnahmestopps für den öffentlichen Dienst erfreuen.
Da muss Niko richtig fad werden, wenn ohnehin alles wie geschmiert für die SPÖ läuft.

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