FPÖ: Gartelgruber: Bei Frauengehältern besteht weiterhin Handlungsbedarf!

Frauenministerin ist gefordert, endlich sinnvolle Maßnahmen zu setzen und echte Wahlfreiheit zu garantieren

Wien (OTS) - "Erneut hat sich bestätigt, worauf wir bisher immer hingewiesen haben: Vor allem Mütter sind bei Gehältern finanziell benachteiligt", erklärt die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber mit Verweis auf eine Anfragebeantwortung durch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bezüglich des Gehaltsrechners vom 23.12.2011. Heinisch Hosek gebe zu, dass Karenzzeiten, insbesondere die sogenannte Anschlusskarenz, bei der Mütter über zwei Jahre hinaus bis zum Schulantrittsalter ihrer Kinder in Karenz sind, sich negativ auf den Verdienst von Frauen im öffentlichen Dienst auswirken. "Es existiert weniger eine Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen als vielmehr eine Gehaltsschere zu Ungunsten von Müttern und teilweise auch Vätern, die ihre Kinder betreuen", meint Gartelgruber.

Deswegen sei es besonders wichtig, genau diese Gruppe gezielt zu fördern. "Ein entsprechender Antrag von mir wurde leider im letzten Gleichbehandlungsausschuss am 14. Dezember 2011 vertagt", erklärt Gartelgruber. In diesem Antrag seien zur Unterstützung dieser Frauen folgende Punkte enthalten:

  • Eine echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung einschließlich einer Förderung der innerfamiliären Kinderbetreuung unter besonderer Berücksichtigung von Alleinerziehenden ist sicher zu stellen.
  • In den Kollektivverträgen müssen die Zeiten der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit durch Zeiten der Kinderbetreuung bei der Gehaltseinstufung mit einberechnet werden.
  • Wirksamere Förderprogramme für den Wiedereinstieg in den Beruf müssen ins Leben gerufen werden.
  • Eine Verbesserung der steuerlichen Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten als außergewöhnliche Belastung sowie eine Ausdehnung der Altersgrenze ist zu erwirken.

Außerdem sei die Teilzeitarbeit aufzuwerten, da gerade in diesem Bereich besonders viele Frauen tätig sind, die sich neben ihrem Beruf auch um die Betreuung ihrer Kinder sorgen. "Im Gegensatz zur leidigen Debatte über die Veränderung der Bundeshymne sind das Maßnahmen, die Frauen wirklich zu Gute kommen würden", schließt Gartelgruber.

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