Auer: "SPÖ-Angriff auf die heimische Landwirtschaft ist unverantwortlich"

SPÖ-Kräuter will faktisch Abschaffung der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich

Wien, 2. Jänner 2012 (OTS) Die heute von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter in der Tageszeitung "Österreich" geforderten Einsparungsvorschläge für die Landwirtschaft zeugen von einer erschütternden und totalen Unkenntnis der politischen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft in Österreich. "Allein die geforderte Kürzung der Bauerngelder um ca. 600 Millionen. Euro bedeutet nach Abzug der direkt von Brüssel bezahlten EU-Gelder (z.B. Direktzahlungen) faktisch eine komplette Streichung der nationalen Leistungszahlungen an die Bäuerinnen und Bauern im Bereich der Ländlichen Entwicklung. Die Konsequenzen wären verheerend, nicht nur für die heimische bäuerliche Land- und Forstwirtschaft, sondern vor allem für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln. Zudem könnte Österreich die EU-Gelder aus Brüssel für die Entwicklung des ländlichen Raums nicht mehr abholen", so der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Nationalrat Jakob Auer, in einer ersten Analyse in Richtung Kräuter. ****

Der SPÖ-Kräuter Vorschlag hätte, gemäß einer WIFO-Studie aus dem Jahr 2010, einen Rückgang der Wertschöpfung in der Landwirtschaft pro Jahr um 350 Millionen Euro und einen Umsatzverlust im Sektor von 1,125 Milliarden Euro zur Folge.
Weiters würden 125.000 Hektar Bio-Flächen verloren gehen und 23.000 Beschäftigte im ländlichen Raum ihren Arbeitsplatz verlieren. "Allein diese Zahlen zeigen, was hier der SPÖ-Bundesgeschäftsführer allen Ernstes vorschlägt. Und dabei sind die weit über 100 Millionen Euro an neuen Belastungen für die Bäuerinnen und Bauern noch gar nicht berücksichtigt. Ich weise diese unseriösen und unreflektierten Vorschläge deshalb mit aller Entschiedenheit zurück", so der Bauernbund Präsident.

Bauernfamilien sind Rückgrat des Ländlichen Raums und sichern die Lebensmittelversorgung Österreichs

"Kaum ein europäisches Land kann eine so gesunde und nachhaltige Lebensmittelproduktion vorweisen, wie Österreich. Allein die Skandale im Lebensmittelbereich außerhalb Österreichs, wie der kürzlich bekannt gewordene Bioskandal in Italien, die EHEC-Krise oder der Futtermittelskandal in Deutschland erfordern
geradezu eine starke, nachhaltige und verlässliche heimische Lebensmittelproduktion. Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sind bereit ihren Beitrag zur Budgetkonsolidierung und zur langfristigen Bewältigung der Schuldenkrise zu leisten. Hierfür braucht es aber verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Maßnahmen, die insbesondere dem ländlichen Raum mit seinen Bäuerinnen und Bauern eine Chance und Zukunftsperspektive geben. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer hat die Feiertage offensichtlich zu wenig genützt, um in sich zu gehen und über gemeinsame konstruktive Lösungen der Koalition nachzudenken. Wir brauchen Sparmaßnahmen vor allem dort, wo die Staatsausgaben außer Kontrolle geraten, etwa bei den Frühpensionen, im Gesundheitsbereich oder der Verwaltung", so der Bauernbundpräsident abschließend.

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