• 02.01.2012, 13:35:01
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Auer: "SPÖ-Angriff auf die heimische Landwirtschaft ist unverantwortlich"

SPÖ-Kräuter will faktisch Abschaffung der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich

Wien, 2. Jänner 2012 (OTS) Die heute von SPÖ-
Bundesgeschäftsführer Kräuter in der Tageszeitung "Österreich"
geforderten Einsparungsvorschläge für die Landwirtschaft zeugen von
einer erschütternden und totalen Unkenntnis der politischen,
sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für
die heimische Land- und Forstwirtschaft in Österreich. "Allein die
geforderte Kürzung der Bauerngelder um ca. 600 Millionen. Euro
bedeutet nach Abzug der direkt von Brüssel bezahlten EU-Gelder
(z.B. Direktzahlungen) faktisch eine komplette Streichung der
nationalen Leistungszahlungen an die Bäuerinnen und Bauern im
Bereich der Ländlichen Entwicklung. Die Konsequenzen wären
verheerend, nicht nur für die heimische bäuerliche Land- und
Forstwirtschaft, sondern vor allem für die Versorgung der
österreichischen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln. Zudem
könnte Österreich die EU-Gelder aus Brüssel für die Entwicklung des
ländlichen Raums nicht mehr abholen", so der Präsident des
Österreichischen Bauernbundes, Nationalrat Jakob Auer, in einer
ersten Analyse in Richtung Kräuter. ****

Der SPÖ-Kräuter Vorschlag hätte, gemäß einer WIFO-Studie aus
dem Jahr 2010, einen Rückgang der Wertschöpfung in der
Landwirtschaft pro Jahr um 350 Millionen Euro und einen
Umsatzverlust im Sektor von 1,125 Milliarden Euro zur Folge.
Weiters würden 125.000 Hektar Bio-Flächen verloren gehen und 23.000
Beschäftigte im ländlichen Raum ihren Arbeitsplatz verlieren.
"Allein diese Zahlen zeigen, was hier der SPÖ-Bundesgeschäftsführer
allen Ernstes vorschlägt. Und dabei sind die weit über 100
Millionen Euro an neuen Belastungen für die Bäuerinnen und Bauern
noch gar nicht berücksichtigt. Ich weise diese unseriösen und
unreflektierten Vorschläge deshalb mit aller Entschiedenheit
zurück", so der Bauernbund Präsident.

Bauernfamilien sind Rückgrat des Ländlichen Raums und sichern die
Lebensmittelversorgung Österreichs

"Kaum ein europäisches Land kann eine so gesunde und
nachhaltige Lebensmittelproduktion vorweisen, wie Österreich.
Allein die Skandale im Lebensmittelbereich außerhalb Österreichs,
wie der kürzlich bekannt gewordene Bioskandal in Italien, die EHEC-
Krise oder der Futtermittelskandal in Deutschland erfordern
geradezu eine starke, nachhaltige und verlässliche heimische
Lebensmittelproduktion. Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern
sind bereit ihren Beitrag zur Budgetkonsolidierung und zur
langfristigen Bewältigung der Schuldenkrise zu leisten. Hierfür
braucht es aber verantwortungsvolle und zukunftsorientierte
Maßnahmen, die insbesondere dem ländlichen Raum mit seinen
Bäuerinnen und Bauern eine Chance und Zukunftsperspektive geben.
Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer hat die Feiertage offensichtlich zu
wenig genützt, um in sich zu gehen und über gemeinsame konstruktive
Lösungen der Koalition nachzudenken. Wir brauchen Sparmaßnahmen vor
allem dort, wo die Staatsausgaben außer Kontrolle geraten, etwa bei
den Frühpensionen, im Gesundheitsbereich oder der Verwaltung", so
der Bauernbundpräsident abschließend.

Rückfragehinweis: Mag. Norbert Totschnig
Bauernbund Österreich, Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien,
www.bauernbund.at, ZVR-Zahl: 882814846
Tel.: +43 1 5058173-16, Mobil: +43 664 85 95 607, E-Mail:
[email protected]

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