OTS0074   2. Jan. 2012, 12:14

WIFO empfiehlt Deregulierung bei rezeptfreien Arzneimitteln

"Substantielle Preissenkungen ohne Qualitätsverlust" zu erwarten


dm drogerie markt sieht sich in seiner langjährigen
Forderung nach einer Liberalisierung des Vertriebs rezeptfreier
Arzneimittel bestätigt: "Eine rigorose Deregulierung der Spannen und
ein weitgehender Wegfall der Apothekenpflicht für nicht
rezeptpflichtige Arzneimittel könnten den Preiswettbewerb deutlich
beleben", konstatiert das WIFO in einer aktuellen Aussendung. Dass
viel Spielraum für bessere Preise besteht, beweist dm in der
Kooperation mit der Versandapothekenmarke "Zur Rose": Markenartikel
werden hier um bis zu 40 % günstiger angeboten!

In einer aktuellen Studie beschäftigt sich das Österreichische
Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit der "Rolle der
Wettbewerbspolitik in der Inflationsbekämpfung". Neben dem
Energiebereich sieht das WIFO vor allem bei rezeptfreien
Arzneimitteln (OTC) die Möglichkeit, durch Deregulierung mehr
Preiswettbewerb zugunsten der Konsumenten zu erzeugen - in einem
Ausmaß, das bereits kurzfristig inflationsdämpfende Effekte bewirken
würde: "Nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, die in Österreich
ausschließlich über Apotheken abgegeben werden, sind ein weiterer
Markt, dessen Deregulierung ohne Qualitätsverlust substantielle
Preissenkungen erwarten lässt", heißt es in einer aktuellen
WIFO-Aussendung vom 1. Jänner 2012.

Nationale Regulierung schuld an hohen Preisen

"Das hohe Preisniveau resultiert aus den nationalen
Regulierungsbedingungen: Durch eine durchgehende Regulierung der
Wertschöpfungskette vom Fabriksabgabepreis über den Großhandelspreis
bis zum Apothekerabgabepreis ist die Preisbildung den Marktkräften
entzogen", kritisieren die Wirtschaftsforscher. "Da der
Beratungsbedarf und das Schutzbedürfnis der Konsumenten wesentlich
geringer sind als bei rezeptpflichtigen Medikamenten, könnte der
Vertrieb dieser Selbstmedikationspräparate ohne Qualitätsverlust
weitgehend freigegeben werden. Eine rigorose Deregulierung der
Spannen und ein weitgehender Wegfall der Apothekenpflicht für nicht
rezeptpflichtige Arzneimittel könnten den Preiswettbewerb deutlich
beleben. Die zu erwartenden Preissenkungen wären substantiell",
prognostiziert das WIFO.

Wettbewerb bringt bessere Preise und mehr Kundenorientierung

Dipl. BW Harald Bauer, Geschäftsführer von dm drogerie markt,
sieht in dieser Analyse die jahrelange Forderung seines Unternehmens
nach einer Liberalisierung im Vertrieb der rezeptfreien Arzneimittel
bestätigt: "Pharmaindustrie, Pharmagroßhandel und Apotheker haben ein
gemeinsames Interesse an möglichst hohen Preisen. Mehr Wettbewerb im
Vertrieb würde automatisch den Druck auf die Hersteller erhöhen und
so zu besseren Preisen für die Konsumenten führen. Und ein Wettbewerb
zwischen einzelnen Vertriebsformen - beispielsweise zwischen Drogerie
und Apotheke - würde sich nicht nur beim Preis, sondern auch bei der
Kundenorientierung positiv auswirken", ist Bauer überzeugt.

Seit rund einem Jahr steht dm in einer Kooperation mit der
Schweizer Versand-Apothekenmarke "Zur Rose" (www.zurrose.at): Über
500 in Österreich zugelassene Original-Markenarzneimittel namhafter
Hersteller werden hier mit Preisvorteilen von bis zu minus 40 Prozent
an Kunden in Österreich verschickt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0074 2012-01-02 12:14 021214 Jän 12 DMD0001 0428



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