Hundstorfer zu Arbeitsmarkt: Das neue Jahr beginnt mit leicht sinkender Arbeitslosenquote

Beschäftigung bleibt auf Rekordniveau - Österreich weiterhin mit niedrigster Arbeitslosigkeit in EU

Wien (OTS/BMASK) - "Das neue Jahr beginnt erfreulich mit verbesserten Arbeitsmarktzahlen. Während in den letzten beiden Monaten die Arbeitslosenzahlen auch inklusive der SchulungsteilnehmerInnen gestiegen waren, konnte Ende Dezember ein Rückgang verzeichnet werden. 304.753 Arbeitslose (+2.474 oder +0,8%) und 55.830 SchulungsteilnehmerInnen (-5.518 oder -9,0%) ergibt in Summe 360.583 KundInnen des AMS. Das ist ein Rückgang um 3.044 oder -0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Montag nach Erscheinen der Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember. Ende November war die Zahl der AMS-KundInnen noch um 3.926 oder 1,2 Prozent angestiegen. Gleichzeitig wachse die Zahl der aktiv Beschäftigten mit 62.000 weiterhin sehr stark an und bleibt damit auf Rekordniveau. Fast 86.000 Arbeitslose und damit mehr als jede/r Vierte hat bereits eine Einstellzusage bei einem Unternehmen. "Die Arbeitslosenquote sinkt nach Eurostat Daten und Österreich ist mit 4,1 Prozent nach wie vor das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in der EU", sagte der Sozialminister. ****

Drei Gründe können, laut Hundstorfer, diese überraschende Verbesserung bewirken: "Erstens erleichtert die Wetterlage die Beschäftigung am Bau in weiten Teilen des Landes: dadurch sinkt die Bauarbeitslosigkeit um 7,3 Prozent. Zweitens ist das alljährliche Phänomen höherer Arbeitslosenzahlen zwischen Weihnachten und 6. Jänner diesmal leicht verringert - möglicherweise weil nur wenige Feiertage auf Arbeitstage fallen: kurzfristiges Hire and Fire zulasten der Beschäftigten und der Arbeitslosenversicherung ist heuer nicht ganz so stark ausgeprägt wie in den letzten Jahren. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit in der Leiharbeitsbranche, die dafür anfällig ist, mit 5,4 Prozent weniger als halb so stark wie ein Monat zuvor (+11,1 Prozent). Drittens, und das ist der erfreulichste Grund:
die Konjunktur schwächte sich zum Jahresende offenbar weniger ab als von den Wirtschaftsforschern prognostiziert wurde: die Industriearbeitslosigkeit sinkt beispielsweise mit -3,5 Prozent wieder stärker als zuletzt. In den nächsten Monaten muss jedoch wieder mit schwächeren Arbeitsmarktdaten gerechnet werden, da die ersten beiden Gründe Einmaleffekte sind und die Zahl der offenen Stellen um 7,5 Prozent sinkt.

Das kräftige Beschäftigungsplus von 62.000 entfällt zu zwei Dritteln auf ältere Beschäftigte. Dadurch steigt die Beschäftigung in der Generation 50+ mit +39.000 oder 5,8 Prozent stärker als die Arbeitslosigkeit Älterer (+3.436, +5,5 Prozent). Bei den Männern sinkt die Arbeitslosigkeit um 1.942 und inkl. Schulungen sogar um 5.096 Betroffene. Bei den Frauen steigt die Arbeitslosigkeit auch unter Einbeziehung der SchulungsteilnehmerInnen leicht (+4.416 Arbeitslose, -2.364 Schulungsteilnehmerinnen, Summe: +2.052). Am Lehrstellenmarkt wächst sowohl die Zahl der Lehrstellen wie auch der Lehrstellensuchenden jeweils um 4,1 Prozent. AusländerInnen (+6,5 Prozent Arbeitslose) sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bei denen die Arbeitslosigkeit um 0,7 Prozent sinkt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Behinderten ist vorwiegend auf die Einführung des Behindertenpasses und damit einer verstärkten Erfassung zurückzuführen. Erfreulich sei, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 19 Prozent sinkt. Inklusive Schulungen sinkt in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien die Arbeitslosigkeit. Am stärksten ist der Rückgang in Vorarlberg. (Schluss)

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