- 31.12.2011, 11:08:52
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Grünewald enttäuscht über Töchterles zunehmende Radikalität bei Zugangsbeschränkungen
Grüne fordern mehr Investitionen in Bildung und Forschung
Wien (OTS) - "Die zunehmende Radikalität Töchterles bei den
Zugangsbeschränkung enttäuscht mich sehr", erklärt Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen. Der Vorschlag Töchterles,
Maturanoten, ähnlich wie bei einem Numerus Clausus, als
Zugangskriterien für Universitäten einzuführen, stößt bei Grünewald
auf heftige Kritik: Die Mehrheit der ExpertInnen betrachtet eine
derartige Regelung als unbefriedigend und nicht ausreichend
treffsicher. "Maturanoten schwanken zwischen einzelnen Schulen massiv
und gewähren kein einheitliches und vergleichbares Kriterium für die
Auswahl von Studierenden", meint Grünewald und weiter: "Das dauernde
Gerede, dass alle Studien ausnahmslos elitären Charakter haben
sollten, vergisst völlig, dass die Chance für Eliten schon rein
statistisch mit der Breite höherer Bildungsbeteiligung wächst."
"Wenn Minister Töchterle nur mehr Exklusivität will, dann schlage ich
vor, er sollte doch gleich ÖVP-Universitäten gründen um hier seine
Träume zu verwirklichen", sagt Grünewald und weiter: "Auch in der
Regierung, der Parteispitze der ÖVP und in den Ministerien zeigt
sich, dass diese nicht ausschließlich aus Eliten bestehen. Wie viele
Gesetze, die vom Wissenschaftsministerium formuliert wurden, mussten
wegen beträchtlicher Schwächen zurück gezogen werden", nennt
Grünewald ein Beispiel.
"Wenn aufgrund zu knapper Budgets nun deutlich weniger studieren
sollen als bisher, hat das weniger mit Eliten zu tun, als mit der
Uneinsichtigkeit, vermehrt in Bildung und Forschung zu investieren",
hält Grünewald fest.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: 06648317548
mailto:[email protected]
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