- 30.12.2011, 13:13:58
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MediaWatch / APA-OTS Politikportalanalyse: Jahresbilanz 2011
Werner Faymann meist genannter Politiker 2011
Wien (OTS) - MediaWatch erstellt im Auftrag von APA-OTS ein
Jahresranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker 2011
in den österreichischen Tageszeitungen (Untersuchungszeitraum 01.
Jänner bis 28. Dezember 2011). Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ)
positioniert sich an erster Stelle des Top-30 Politikerrankings und
ist damit der meistgenannte Politiker des Jahres. Vizekanzler Michael
Spindelegger (ÖVP) folgt auf Rang zwei, an dritter Stelle liegt
Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ). Im Parteienranking
dominiert wie im Vorjahr die ÖVP, den zweiten Rang nimmt die SPÖ ein,
gefolgt von den freiheitlichen Parteien FPK und FPÖ.
Bundeskanzler Werner Faymann setzt sich mit 19.849 Nennungen an
die Spitze des Rankings der meistgenannten Politikerinnen und
Politiker 2011. Im Vorjahr war Faymann noch auf dem zweiten Rang zu
finden (2010: 24.065 Nennungen). Mit einem geringen Abstand hinter
Faymann positioniert sich sein Gegenpart in der Großen Koalition:
Vizekanzler Michael Spindelegger, der seit April 2011 der ÖVP
vorsteht, liegt mit 19.100 Nennungen an zweiter Stelle (2010: Rang
17). Verteidigungsminister Norbert Darabos platziert sich - mit
deutlichem Abstand hinter dem Spitzenduo - auf Rang drei mit 12.028
Nennungen. Mediale Schwerpunkte der beiden Regierungspartner waren
dieses Jahr neben den Diskussionen über die Schuldenbremse
(Verhandlungen mit allen Oppositionsparteien über eine
Verfassungsmehrheit, Vermögenssteuern, Budgetkonsolidierung,
Eurokrise, Triple-A) auch das Thema Wehrpflicht (Volksbefragung zur
Heeresreform, Berufsheer, Abberufung und anschließende Rückkehr von
Generalstabschef Edmund Entacher) sowie Bildungsthemen (Neue
Mittelschule, Aufsteigen in der Oberstufe mit drei Nicht Genügend,
Studiengebühren, Unimilliarde).
Als erster Oppositionspolitiker positioniert sich FPÖ-Obmann
Heinz-Christian Strache mit 10.903 Nennungen auf dem vierten Rang
(2010: Rang 3). In den Medien präsent war Strache 2011 durch den
Parteiausschluss des Tiroler Nationalratsabgeordneten Werner
Königshöfer, durch Verhandlungen mit der ÖVP zur Schuldenbremse und
insbesondere durch seine Unterstützung für FPK-Parteiobmann Uwe
Scheuch (Rang sieben, 8.273 Nennungen), der in der "Part of the
Game"-Affäre eine erstinstanzliche Verurteilung zu 18 Monaten
teilbedingter Haft wegen Geschenkannahme hinnehmen musste.
Den fünften Rang besetzt die bestplatzierte Politikerin im Ranking
Finanzministerin Maria Fekter mit 10.176 Nennungen (Top-Themen:
Frühpensionen, Hochschulmilliarde, Hypo Alpe Adria und
Griechenlandhilfe). Fekter ist heuer als einzige Frau unter den
Top-10 vertreten (2010: vier Politikerinnen). Neben ihr schaffen es
2011 lediglich sechs weitere Politikerinnen ins Top-30 Ranking
(entspricht einer Quote von 23 Prozent, im Vergleich zu 30 Prozent im
Vorjahr).
Den sechsten Rang im Jahresranking der meistgenannten
Politikerinnen und Politiker 2011 erobert der Oberösterreichische
Landeshauptmann Josef Pühringer mit 8.504 Nennungen (Top-Themen:
Schuldenbremse und Spitalsreform). Pühringer verbessert sich im
Vergleich zu 2010 um fünf Ränge, obwohl seine mediale Präsenz
rückläufig ist (2010: 14.020 Nennungen).
Durch die Lösung der Frage nach zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten
platziert sich der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) mit
8.247 Nennungen auf Rang acht und der zuständige Staatssekretär Josef
Ostermayer (SPÖ) mit 3.227 Nennungen auf dem 28. Platz. Weitere
Landeshauptleute im Ranking sind: Erwin Pröll, ÖVP (Rang 13, 5.386
Nennungen); Günther Platter, ÖVP (Rang 16, 4.516 Nennungen); Michael
Häupl, SPÖ (Rang 17, 4.168 Nennungen) und Gabi Burgstaller, SPÖ (Rang
23, 3.661 Nennungen)
Für die restlichen Oppositionspolitiker fiel das Jahr 2011 medial
bescheiden aus. Die Grünen scheinen mit Nationalratsabgeordneten
Peter Pilz (Rang 25, 3.531 Nennungen) und Obfrau Eva
Glawischnig-Piesczek (Rang 26, 3.297 Nennungen) am unteren Ende des
Rankings auf (Top-Thema: Schuldenbremse). BZÖ-Obmann Josef Bucher
erreicht in diesem Jahr keinen Platz unter den Top-30.
Die ÖVP stellt erneut mit vierzehn Politikerinnen und Politikern
die stärkste Partei im Ranking. Die SPÖ folgt mit neun, die FPK und
die Grünen mit jeweils zwei Akteuren. Die FPÖ ist mit einem Vertreter
präsent. Weiters schafften Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 10,
7.131 Nennungen) und der Präsident der Österreichischen
Wirtschaftskammer Christoph Leitl den Sprung unter die Top-30 (Platz
23, 3.747 Nennungen).
Im Zuge einer Regierungsumbildung im April 2011 traten folgende
Politiker neu in den medialen Focus: Innenministerin Johanna
Mikl-Leitner, ÖVP (Rang 15, 4.854 Nennungen) und Staatssekretär
Sebastian Kurz, ÖVP (Rang 18, 3.916 Nennungen). Zurückgetreten ist
hingegen Ex-Vizekanzler Josef Pröll, ÖVP (Rang 13, 5.386 Nennungen).
Weiters zurückgetreten und im Top-30 Ranking präsent: Wolfgang
Schüssel, ÖVP (Rang 21, 3800 Nennungen), der im Zuge der
Telekom-Affäre aus dem Nationalrat ausschied. Nennungen aller
zurückgetretenen Politiker wurden jeweils bis zum Datum ihres
Rücktritts für das Ranking 2011 berücksichtigt.
Die Top-3 der Jahresrankings 2003 bis 2011 im Überblick
2011: Werner Faymann, Michael Spindelegger, Norbert Darabos
2010: Josef Pröll, Werner Faymann, Heinz-Christian Strache
2009: Werner Faymann, Josef Pröll, Claudia Schmied
2008: Alfred Gusenbauer, Jörg Haider, Werner Faymann
2007: Alfred Gusenbauer, Wilhelm Molterer, Jörg Haider
2006: Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Jörg Haider
2005: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Hubert Gorbach
2004: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Karl-Heinz Grasser
2003: Jörg Haider, Wolfgang Schüssel, Karl-Heinz Grasser
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österreichischer Politikerinnen und -politiker in der
Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Ein wöchentlich
aktualisiertes Ranking ist über den OTS-Politik-Channel
http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.
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