- 30.12.2011, 11:38:22
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Wohlmuth ad Kurz: Längeres Arbeiten ist nur mit altersgerechten Arbeitsplätzen möglich
Klare Absage an Strafe für ältere Arbeitnehmer die in die Pension gedrängt werden - Betriebe und Wirtschaft müssen auch einen Beitrag leisten
Wien (OTS/SK) - Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas
Wohlmuth erteilt dem Vorschlag von VP-Staatssekretär Kurz, alleine
die Frühpensionisten mit weiteren Abschlägen zu bestrafen, eine klare
Absage. "Immer noch werden viele ältere Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer von ihren Firmen in die Frühpension gedrängt oder sogar
gemobbt. Warum sollen also immer nur die Arbeitnehmer mit Abschlägen
bestraft werden und die Firmen, die sich oft nur allzu gerne ihrer
älteren Dienstnehmer 'entledigen', keinerlei Konsequenzen tragen?",
betont Wohlmuth am Freitag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****
"Die wahren Schuldigen am niedrigen faktischen Pensionsantrittsalter
sind nicht die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es sind
die Dienstgeber, die das Potenzial von älteren, erfahrenen
Mitarbeitern oftmals nicht erkennen, sie häufig ausschließlich als
finanzielle Belastung sehen und sie mit Druck und nicht-adäquaten
Arbeitsplätzen in die Frühpension drängen", so Wohlmuth. Das
gemeinsame Ziel von Politik und Wirtschaft müsse es vielmehr sein,
ältere Menschen länger und vor allem gesund im Erwerbsleben zu
halten, denn, so Wohlmuth: "Arbeitgeber profitieren von den
Erfahrungen ihrer älteren Mitarbeiter und ein Jahr länger Arbeiten
spart eine Milliarde Euro an Pensionsleistungen."
Der Pensionistenverband hat daher das 12-Punkte-Programm "Gesund
länger arbeiten" entwickelt, denn: "Eine Erhöhung des faktischen
Pensionsantrittsalters kann nur durch eine Reform der Arbeitswelt
erreicht werden". Daher fordert der Pensionistenverband eine stärkere
Beteiligung der Wirtschaft an "fit2work"-Programmen und einen Malus
für Firmen, die ältere Dienstnehmer in die Frühpension drängen.
Wohlmuth fordert VP-Kurz dazu auf, mit den Seniorenvertretern und der
Wirtschaft darüber nachzudenken, wie man endlich auch die
Arbeitgeber, Firmen und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen kann.
(Schluss) sv/pep
Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, [email protected], Andy Wohlmuth, Tel. 0664/48 36 138.
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