- 30.12.2011, 11:36:38
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Gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit in Kärnten
LH Dörfler und Oberst Winkler präsentierten Unfallstatistik 2011 - Bisher niedrigste Zahl an Verkehrstoten - Maßnahmen von Land und Polizei greifen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Von 1. Jänner bis 28. Dezember 2011 starben
auf Kärntens Straßen 32 Menschen. Das sind noch immer um 32 zuviel,
aber es ist die bisher niedrigste Opferzahl. Die gemeinsamen
Maßnahmen von Polizei und Land Kärnten greifen also, wie
Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der Leiter der
Kärntner Verkehrspolizei, Oberst Adolf Winkler, heute, Freitag, in
einer Pressekonferenz betonten. Sie wollen die Unfallzahlen durch
Aufklärung, Kontrollen, bauliche Maßnahmen und Sicherheitsaktionen
noch weiter senken.
Dörfler machte die Situation in Zehnjahresschritten anschaulich.
So starben 1962 noch 154 Menschen bei Verkehrsunfällen in Kärnten,
1972 waren es 245, 1982 starben 148, 1992 waren es mit 110 Toten zum
letzten Mal über 100 und 2002 waren 83 Menschenleben zu beklagen. Im
Vorjahr gab es 42 Verkehrstote und heuer 32. Die meisten
Verkehrstoten, nämlich 21, gab es heuer auf Landesstraßen B, fünf
Menschen starben auf Gemeindestraßen, vier auf Landesstraßen L und
zwei auf Autobahnen. 23 waren männlich und neun weiblich. Der Bezirk
mit den meisten Verkehrstoten war Spittal mit acht, gefolgt von
Villach mit fünf. Mit 14 Toten gab es die meisten in der Altersgruppe
über 60. Die meisten Todesopfer, nämlich 18, gehen auf PKW-Unfälle
zurück.
2011 wurden vier Fußgänger getötet, drei davon in der dunklen
Jahreszeit, im März, Oktober und Dezember. Der Landeshauptmann
appellierte an die Menschen, sich hell und reflektierend zu kleiden.
Er verwies auf die erfolgreiche "Sichtbar Sicher"-Aktion für Senioren
mit Verkehrsexperten Adolf Reiter oder das
Kinder-Sicherheitsmaskottchen "Polizist Ferdinand". Er erwähnte auch
seine Warnwestenaktion, aus der schließlich ein Bundesgesetz
entstanden sei. Gemeinsam mit der Kärntner Polizei habe man ein Paket
geschnürt, das maßgeblich zur Senkung der Verkehrsunfälle beigetragen
habe.
Als neue Schwerpunkte nannte Dörfler das Einbremsen von
Motorradrasern und er will eine Kampagne für mehr Konzentration beim
Fahren starten. "Am Lenkrad ist man Lenker, nicht Telefonierender
oder Essender", kritisierte er das gefährliche Verhalten mancher
Autofahrer. Als weitere Maßnahme will man die Flüssigkeit des
Verkehrs erhöhen. Ein neuer Zentralrechner soll die Ampeln vorerst in
Villach und Klagenfurt frequenzabhängig steuern. Morgens soll es also
zum Beispiel stadteinwärts und abends stadtauswärts mehr Grünphasen
geben. Zudem werde weiterhin jeder Unfall genau ausgewertet, um zu
sehen, ob man baulich etwas für mehr Verkehrssicherheit an dieser
Stelle tun könne. Auch einige Bahnquerungen werde man im nächsten
Jahr optimieren, für Bad Saag stehe man um eine Bahnunterführung mit
den ÖBB in Verhandlungen.
Oberst Winkler betonte, dass die Polizei das Verantwortungsgefühl
und Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer weiter schärfen wolle. Die
präventive Arbeit bringe positive Früchte hervor, so habe man bis
Ende November die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss um
15 Prozent senken können. Das sei die beste Zahl in Österreich.
Genannt wurde in der Pressekonferenz auch die Zahl der
Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Von 1. Jänner bis 28. Dezember
waren es in Kärnten 2.858, 2010 waren es noch 2.898 und 2002 sogar
noch 4.184. Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden heuer
3.391 Personen verletzt, 2010 waren es noch 3.493.
Bei der Pressekonferenz war auch der Leiter der Abteilung 7-
Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur, Albert Kreiner,
anwesend. Er machte auf die Rettungsgasse aufmerksam, die ab
Jahresbeginn eingeführt wird. Auf der Schnellstraße zwischen
Klagenfurt und St. Veit sei jedoch keine Rettungsgasse zu bilden,
weil es dort keine Mitteltrennung gebe, so Kreiner. Gemeinsam mit dem
Landeshauptmann sprach er zudem die Forderung nach einer zweiten
vollausgebauten Karawankentunnelröhre an. Mit dem EU-Beitritt
Kroatiens werde sich der Verkehr auf der A11 erhöhen, die zweite
Tunnelröhre sei unerlässlich für mehr Verkehrssicherheit sowie zur
Vermeidung von Stau. Kärnten, Slowenien und auch Kroatien setzen sich
gemeinsam dafür ein.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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